Podiumsdiskussion „Ja zu Solidarität – Nein zu mehr Europa?“ in der LV NRW

Berlin/23.09.2015: Die Wirtschafts- und Finanzkrise, die Flüchtlingskrise, wachsende Sympathien für euroskeptische bis anti-europäische Parteien in fast allen Mitgliedstaaten – die EU hat es in letzter Zeit nicht leicht, positiv auf sich aufmerksam zu machen. Und dennoch: Zumindest die junge Generation findet Europa gut.

Dies geht aus einer Studie der Change Centre Stiftung hervor, welche junge Erwachsene zwischen 20 und 30 Jahren aus Spanien, Großbritannien, Deutschland und Polen zu ihrer Einstellung zu Europa befragt hat. Die Ergebnisse der Studie wurden am 23.09. in der Landesvertretung NRW in Berlin vorgestellt. Nach einem Grußwort von Dr. Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes NRW, präsentierte Prof. Dr. Alemann, Leiter des Projekts, die Einzelheiten der Studie.

Insgesamt sind 72% der jungen Befragten der Ansicht, Europa bringe mehr Vor-, als Nachteile. Wenn es darauf ankommt, sind sie auch zu einer großen Solidarität untereinander bereit. Es zeigt sich deutlich: Die junge Generation wünscht sich eine Wertegemeinschaft. Wirtschaft und Kultur spielen eine nachgeordnete Rolle. Eine konkrete Vorstellung, wie Europa in Zukunft gestaltet werden soll, haben die Befragten jedoch nicht.

Daran schloss sich auch die Diskussion an, die sich darum drehte, wie die junge Generation dazu begeistert werden kann, an der Gestaltung der Zukunft mitzuwirken. Auf dem Podium diskutierten jüngere und ältere Akteure aus dem Politikfeld: Josef Janning (European Council on Foreign Relations), Dr. Ulrich Brueckner (Jean Monnet Professor für European Studies am Berliner Center der Stanford University), Vincent Venus (Bundessekretär der Jungen Europäischen Föderalisten) und Anna Saraste (Vorstandsmitglied der European Youth Press). Moderiert wurde das Panel von Prof. Dr. Klewes, Initiator der Change Center Foundation.

Bei einem abschließenden GetTogether setzte das Publikum das Gespräch mit den Podiumsgästen fort und ließ so den Abend gemütlich ausklingen.

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