Blog

Media and the Politics of Transformation in the Arab world and Asia

Berlin/11.12.15: Während sich deutsche Politiker darüber unterhalten, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die Gesellschaft und das ‘Politikmachen’ in Deutschland hat, sind soziale Netzwerke in anderen Teilen der Welt ein Katalysator für bottom-up-Bewegungen mit dem Ziel, politischen Umbruch zu erreichen. Um die Verwendung verschiedenster Medien ging es im Workshop “Media and the Politics of Transformation in the Arab world and Asia”, organisiert von der FU Berlin. PhD Kandidaten der FU diskutierten mit renommierten Professoren internationaler Universitäten über Nutzung und Effekt verschiedenster Kommunikationsmöglichkeiten auf Gruppen wie Tunesische Frauenrechtlerinnen, Palästinische Aktivisten und die türkische Bevölkerung insgesamt.

Obwohl in Deutschland hoch gelobt und für wichtig befunden, scheint der Einfluss der sozialen Netzwerke auf Aktivisten in arabischen Ländern weniger groß als man annehmen könnte. Zwar erhalten Gruppen mehr Aufmerksamkeit durch Internetauftritte wie Blogs oder Websites, allerdings ist Aufmerksamkeit per se nicht ausreichend, um Veränderung herbeizuführen. Die Forscher fanden vielfach Klick-Aktivisten, die nur Dinge liken oder Profilbilder ändern, sich aber an Aktivitäten, die physische Aktivität erfordern, nicht beteiligen. Auch haben speziell palästinensische Aktivisten sowie Frauenrechtler das Problem, dass sie digital von einer Diaspora dominiert werden, die andere Ziele verfolgt als sie selbst. So gab und gibt es große Kontroversen über das Tragen von Kopftüchern, obwohl Aktivistinnen in den betroffenen Ländern selbst dieses Thema als unwichtig empfinden und sich auf Probleme wie Gewalt gegen Frauen konzentrieren möchten.

Trotzdem sollte man, so das Fazit, die Wichtigkeit der neuen Kommunikationsmöglichkeiten für politische Aktivisten nicht unterschätzen. Es ist wahrscheinlich, dass sich besser organisierte Strukturen herausbilden und auch der Austausch verbessert wird. Nicht nur bezogen auf politische Strukturen in Deutschland darf man also gespannt sein, wie die Technologisierung unsere Welt verändern wird.

Bei Interesse an weiteren Events, besuchen Sie unseren interaktiven Kalender www.politcal.de

Vom Glanz und Elend der digitalen Kommunikation

Berlin, 01.12.15/ Die Konrad-Adenauer-Stiftung und die Norbert-Lammert-Stiftung luden am ersten Dezemberabend zu einer Diskussion über politische Kommunikation in den digitalen Medien. Ein brandaktuelles und notwendiges Diskussionsthema, wie Norbert Lammert in seiner Rede betonte. Denn die Erfindung des Internets sei zwar so bedeutend für die Kommunikation wie die Erfindung des Buchdrucks, die politische Kommunikation über die neuen Kanäle stecke jedoch immer noch in den Kinderschuhen.

In der Zukunft können soziale Medien dazu beitragen, Politik interessanter und transparenter zu gestalten, indem sie den Menschen Einblicke in die Arbeitsweise der Politiker geben und die Kommunikation zwischen Bürgern und Politikern beschleunigen. Staatssekretärin Dorothee Bär nutzt schon heute die vielfältigen Möglichkeiten und twittert über Politisches genauso wie über ihre Liebe zum FC Bayern.

Momentan sei der Einfluss der digitalen Kommunikation allerdings noch schwer zu bewerten, so unter anderem der Social Media Forscher Christoph Neuberger. Große Akteure wie die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender seien auch im Internet die Primärquelle für Informationen. Darunter würden die Vielfalt der Meinungen und die Transparenz leiden. Auch die Gesprächskultur im Netz sei ein Aspekt, mit dem wir uns zukünftig intensiv befassen werden müssen.

Weitere Berichte sowie Termine zu aktuellen Veranstaltungen finden Sie in unserem www.politcal.de

#Digikon15 in der Friedrich-Ebert-Stiftung

Berlin/24.-25.11.2015: Die viel beschworene Digitalisierung der Gesellschaft wird zu immer größeren Stützpfeilern unserer Wirtschaft. Sie wird unser Leben dauerhaft und umfangreich verändern. Trotzdem ist die Netzpolitik immer noch ein Nischenthema und entscheidet keine Wahlkämpfe. Darüber waren sich die Referenten und Teilnehmer der zweitägigen Konferenz #Digikon15 in der Friedrich-Ebert-Stiftung einig.

digikon15 2

Die #DigiKon15 sollte dazu beitragen, die Veränderungsprozesse durch die Digitalisierung zu verstehen, Chancen und Risiken aufzuführen und den Themenkomplex sozialdemokratisch – nach Gesichtspunkten der Teilhabe und Ungleichheit – zu analysieren. Auf der zweitägigen Konferenz traten nicht nur prominent besetzte Panels, unter anderem mit Kurt Beck, Andrea Nahles, Gerd Billen und Markus Beckedahl zusammen, sondern darüber hinaus leiteten 80 Referenten Diskussionsforen zu vielfältigen Themen. Diese reichten von Datenschutz über politische Bildung bis zu Journalismus und Social Media Campaigning.

Die meisten Teilnehmer und Referenten standen dem Thema Digitalisierung positiv gegenüber. Statt die Risiken zu thematisieren, betonten sie vor allem die vielfältigen Chancen. So erhöhe eine vernünftige digitale Infrastruktur die Wirtschafts- und Innovationskraft. Zudem werde die heutige junge Generation vornehmlich in Berufen arbeiten, die es heute noch gar nicht gebe.

Kritische Töne schlug netzpolitik.org-Chefredakteur Markus Beckedahl an: Statt den Bürgern mehr Freiheiten zu gewähren, würden Überwachungsmechanismen zunehmend gestärkt. Zudem übe sich die Politik insbesondere beim Thema Netzneutralität nicht genug in Zurückhaltung.

Fazit des Kongresses: Zwar ist schon viel geschafft, Deutschland muss sich jedoch viel intensiver mit den gesellschaftlichen Veränderungen durch die Digitalisierung beschäftigen. Nur so kann das Land seine starke Position im internationalen Wettbewerb halten.

Mit LobbyControl auf Spurensuche durch das Berliner Regierungsviertel

Berlin/14.11.2015: An einem kalten Herbsttag trafen sich rund 25 politisch Interessierte zur letzten Führung dieses Jahres von LobbyControl. Der Verein setzt sich für transparentere Prozesse im politischen Lobbying ein und informiert in Print sowie durch Führungen über große Lobbyismusakteure in Berlin.

Den Teilnehmern wurde im Zuge der etwa zweistündigen Führung das Lobbyverhalten der deutschen Brauer, des Automobilkonzerns Daimler, der Atomlobby sowie der Rüstungsindustrie nahegebracht. LobbyControl berichtete insbesondere, wie die Atomlobby versuchte, Journalisten für ihre Zwecke zu gewinnen, indem sie diese zu einer Fachkonferenz in die atomfreundliche Schweiz einlud. Auch der Verband deutscher Brauer sei ein starker politischer Akteur und habe durch geschickte Bildung von Allianzen mit anderen Gruppen u.a. die Verschärfung der Regeln zum Alkoholmissbrauch verhindert.

Kontroverse Diskussionen gab es aber nicht nur zu den Akteuren der ‘großen’ Lobbythemen wie Alkohol, Autos und Waffen. Die Gruppe debattierte außerdem, wer überhaupt als Lobbyist definiert werden kann, und wie frei die Parlamentarier in ihren Nebentätigkeiten sein sollten. Ist es richtig, dass die Fraktionen geheim halten dürfen, wem sie Hausausweise für den Bundestag geben? Sollte ein Parlamentarier VW juristisch im Abgasskandal beraten dürfen?

Lobbying gehört zur Demokratie, da waren sich alle einig. Es gelte aber, Spielregeln für Lobbyismus festzulegen und mehr Transparenz zu schaffen. So gäbe es in den USA ein Lobbyregister, wohingegen hierzulande kein Bürger nachvollziehen könne, welcher Politiker von wem und für welche Zwecke umworben wird.

Sollen Sie Interesse an ähnlichen Veranstaltungen haben, stöbern Sie gern auf unserem interaktiven politischen Kalender http://www.politcal.de.

Wenn Sie mehr über die Arbeit von LobbyControl erfahren möchten, klicken Sie hier: https://www.lobbycontrol.de

Besuch des ARD-Hauptstadtstudios mit #mekolab

Berlin, 12.11.2015/ Heute hat das Team von #mekolab, welches kostenlose Besuche bei bekannten Medienhäusern organisiert, einer kleinen Gruppe eine Führung durch das ARD Hauptstadtstudio ermöglicht. Dass es noch viel für die Teilnehmer zu lernen gab, wurde gleich zu Beginn deutlich: Wofür steht eigentlich die Abkürzung ARD? Die drei Buchstaben bedeuten nicht etwa Allgemeiner Rundfunk Deutschlands, sondern Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland

Die Teilnehmer durften einen Blick ins Innere eines Tontechnikstudios werfen und ließen sich erklären, wie Hörfunkbeiträge entstehen. Entgegen der landläufigen Meinung müssen alle Journalisten im ARD Hauptstadtstudio ihre eigenen Beiträge aufnehmen, schneiden und mit Musik unterlegen. Allein Live-Aufnahmen oder komplexe Beiträge werden von professionellen Tonleuten erarbeitet. Ebenfalls bemerkenswert: Die ARD beschäftigt selbst keine Mitarbeiter. Alle Redakteure arbeiten für eine der zehn Institutionen, die Teil der ARD sind. Dies sind die regionalen Rundfunkanstalten, wie beispielsweise der WDR und die Deutsche Welle.

Besucht wurde auch das große Fernsehstudio, wo u.a. der Bericht aus Berlin und die Phönixrunde aufgezeichnet werden. Das oft im Hintergrund erscheinende Reichstagsgebäude ist übrigens wirklich so nah am ARD-Studio gelegen, sodass häufig ein Echtbild verwendet wird. Großes Gelächter bot die Vorführung des Green- bzw. Blue-Screens, einer Aufnahmetechnik, die das Verändern von Hintergrundbildern ermöglicht.

Wenn Sie sich für weitere unserer spannenden Events interessieren, besuchen sie gern unseren Kalender http://www.politcal.de.

Steinmeier spricht zu Berliner Studenten: “Welt aus den Fugen- Was hält uns zusammen?”

Berlin/21.10.2015: Unsere Welt ist unordentlich. Wir “ringen um Ordnung” in einer “nonpolaren” Welt, die bedroht ist durch alte Feindschaften wie die zwischen den USA und Russland und durch neue Herausforderungen wie in Syrien und der resultierenden Flüchtlingskrise.

Mit dieser These eröffnete der Bundesaußenminister am Mittwoch die Festrede in der Freien Universität Berlin anlässlich der Gründung der Vereinten Nationen vor 70 Jahren. Steinmeier sprach alle wichtigen außenpolitischen Themen unserer Zeit an. Er erklärte den Iran-Deal, sprach über Schwierigkeiten und Chancen in Syrien und die Flüchtlingskrise, aber auch über die UNO generell und wie er sich eine Reform des Sicherheitsrates vorstellen könnte. Zu Letzterem sagte er “auch Ordnungen werden alt” und implizierte damit, dass er eine grundlegende Erneuerung des UN-Systems anstrebt.

Trotz aller kritischen Töne zur momentanen Situation im Nahen Osten wie auch in unseren Flüchtlingslagern schaffte Steinmeier es, ein grundsätzliches Vertrauen in die UN zu vermitteln. Das Fundament UN, so Steinmeier, trage uns heute und auch in Zukunft, wenn wir die nötige Verantwortung dafür übernähmen. Auch schaffte es der Minister, humorvolle Anekdoten wie „Spreedampffahrten als diplomatischen Trick“ mit ernsthaften Themen zu verbinden.

Dass die Welt manchmal aus den Fugen gerät, spiegelte auch der Veranstaltungsablauf wider. Keine zwei Minuten hatte der Minister gesprochen, da unterbrachen TTIP-Demonstranten und “Schreibtischtäter” skandierende Studenten im Saal die Festrede. Doch auch hier, wie von Steinmeier für die UN prophezeit, wurde die Welt durch besonnenes Handeln wieder in geordnete Bahnen gelenkt.

Telefónica eröffnet neue Hauptstadtrepräsentanz

Berlin/14.10.2015: Telefónica in Deutschland hat am 14.10.15 seine neue Hauptstadtrepräsentanz eröffnet. Die historischen Kaiserhöfe Unter den Linden waren dabei der Schauplatz einer hochrangig besetzten Debatte über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung. Zuerst wurde im Telefónica BASE_camp diskutiert, bevor die 200 geladenen Gäste die neue Telefónica Digital Lounge in der vierten Etage bei einem Empfang kennenlernen konnten.

Telefónica gestaltet die digitale Transformation nicht nur als Unternehmen, sondern stellt sich auch der öffentlichen Debatte über die Zukunft der digitalen Welt und des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Dafür ist Berlin als Standort besonders gut geeignet.

“Als Telefónica in Deutschland wollen wir gemeinsam mit allen politischen und gesellschaftlichen Kräften dazu beitragen, dass die digitale Revolution als Reform abläuft und ein Erfolg für die ganze Gesellschaft wird,“ sagte Thorsten Dirks am Ende der Diskussion. „Wir sind bereit für diesen Dialog.“

Das spiegelte auch der Abend wider, bei dem Telefónica seinen Anspruch unterstrich, neben seinem Vorangehen bei der digitalen Transformation auch den Dialog über die Ziele und Regeln dieses gesellschaftlichen Prozesses aktiv mitzugestalten.

Digitalisierung: Wachstum durch Innovation

Den Startschuss gab die Podiumsdiskussion: Europa könne die Wachstumslücke zu den USA nur schließen, wenn die digitale Technologie konsequenter genutzt werde, sagte Clemens Fuest, Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung.

Die Digitalisierung dürfe dabei nicht nur als Risiko gesehen werden, denn das lähme die Innovation in Deutschland, mahnte Paul Ziemiak, Vorsitzender der Jungen Union. Allerdings dürfe daraus kein Zwang für den Einzelnen entstehen, bei allen Innovationen mitmachen zu müssen, forderte der ehemalige Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche, Wolfgang Huber. Es müsse auch endlich eine klare Trennung zwischen privater und öffentlicher Sphäre im digitalen Leben definiert werden.

Telefónica: Bereit für den Dialog

Während sich die Debatten vor Publikum weiterhin im Telefónica BASE_camp abspielen werden, bietet die neu eröffnete Telefónica Digital Lounge ein Umfeld für fachliche Diskussionen, die abseits der Öffentlichkeit stattfinden. Sie dient für den Gedankenaustausch mit Entscheidern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Kaum ist die Eröffnungsfeier vorbei, stehen auch schon die nächsten Höhepunkte an. Diese können Sie unserem politcal.de Portal entnehmen.

Link zur Veranstaltung: http://www.basecamp.info/event/

#mekolab-Führung durch den dpa-newsroom

Berlin/08.10.2015: Die medieninteressierte Öffentlichkeit bekam von #mekolab, einem unabhängigen Bildungsträger in Berlin, die Möglichkeit, die Räume der deutschen Presseagentur (dpa) in der Markgrafenstraße zu besichtigen und Fragen zu den Tätigkeitsfeldern der Agentur zu stellen. Nach einer Einleitung in die Entstehungsgeschichte und Organisationsstruktur der dpa folgte eine Führung durch den newsroom. Überraschend für alle war die Vielzahl an Auslandsbüros, welche die Agentur unterhält – beispielsweise das Büro in Honduras.

Kritische Fragen wie zu fake-Meldungen oder zu ethischen Grundsätzen der Berichterstattung wurden in einer offenen Gesprächsatmosphere ausführlich beantwortet. Für die überwiegend aus Studierenden bestehende Gruppe war außerdem interessant zu hören, welche Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten die dpa bietet.

Sollten Sie daran interessiert sein, an einer #mekolab-Veranstaltung teilzunehmen, halten wir Sie gerne auf den Laufenden unter: www.politcal.de

Podiumsdiskussion #LMWdigital: “Von Foodies, Mok-Bang & Food e-Vangelisten – über den neuen, digitalen Umgang mit Lebensmitteln“ im BASE_camp

Berlin/24.09.2015: Fotos von ästhetisch arrangierten Häppchen, Fotos von Burgern mit Mehlwürmern, Videos von Menschen, denen man beim Genießen von ausgefallenen Delikatessen zusehen kann – na wenn das nicht Appetit auf Essen macht!

Im Rahmen der Podiumsdiskussion „#LMWdigital: Von Foodies, Mok-Bang & Food e-Vangelisten – über den neuen, digitalen Umgang mit Lebensmitteln“ im BASE_camp diskutierten Prof. Peter Wippermann, Trendforscher, Dr. Daniel Kofahl, Ernährungssoziologe und Felicitas Then, Fernsehköchin und Journalistin über den zunehmenden Trend Fotos von Gerichten im Social Media auf Twitter, Facebook, Instagram zu verbreiten.

Als Inhaberin eines Blogs über das Kochen, verfolgt Felicitas Then gespannt diese Entwicklung. In ihrem Blog können die KonsumentInnen Fotos von natürlich angerichteten Gerichten bewundern, Rezepte nachkochen, sich über eigene Erfahrungen mit dem Kochen austauschen und bekommen so ein Gefühl der Gemeinsamkeit, das ihre Lust auf Kochen wieder weckt.

Dr. Daniel Kofahl unterscheidet zwischen verschiedenen Ansätzen, die die Bevölkerung dem Essen und den Nahrungsmitteln entgegenbringt. Die Spannbreite reicht dabei von den gesunden Essern über die traditionellen zu denen, die sich mit Fast Food vollstopfen, wobei auch diejenigen nicht fehlen, die dem Essen mit Gleichgültigkeit begegnen. Die Entwicklung gehe dabei immer mehr von Quantität zu Qualität, so Dr. Daniel Kofahl.
Aufgrund der zunehmenden Anzahl an Singles in Berlin und in anderen Großstädten, wird sich der Trend des Mok-Bang aus Korea, bei dem man Menschen live beim Essen zusehen kann, auch immer mehr hier verbreiten und zu etwas Alltäglichem werden, so Prof. Peter Wippermann. Auch das Interesse an Lieferdiensten wie Amazon Fresh, der die Kunden in den USA bereits seit 2007 mit frischen und gesunden Lebensmittelt per Mausklick versorgt, wird immer mehr ansteigen.

Wer sich durch diese Veranstaltung für Digital & Food begeistern lassen konnte und mehr über diesen Trend erfahren möchte, findet auf politcal.de weitere Termine zu diesem Thema.

Podiumsdiskussion „Ja zu Solidarität – Nein zu mehr Europa?“ in der LV NRW

Berlin/23.09.2015: Die Wirtschafts- und Finanzkrise, die Flüchtlingskrise, wachsende Sympathien für euroskeptische bis anti-europäische Parteien in fast allen Mitgliedstaaten – die EU hat es in letzter Zeit nicht leicht, positiv auf sich aufmerksam zu machen. Und dennoch: Zumindest die junge Generation findet Europa gut.

Dies geht aus einer Studie der Change Centre Stiftung hervor, welche junge Erwachsene zwischen 20 und 30 Jahren aus Spanien, Großbritannien, Deutschland und Polen zu ihrer Einstellung zu Europa befragt hat. Die Ergebnisse der Studie wurden am 23.09. in der Landesvertretung NRW in Berlin vorgestellt. Nach einem Grußwort von Dr. Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes NRW, präsentierte Prof. Dr. Alemann, Leiter des Projekts, die Einzelheiten der Studie.

Insgesamt sind 72% der jungen Befragten der Ansicht, Europa bringe mehr Vor-, als Nachteile. Wenn es darauf ankommt, sind sie auch zu einer großen Solidarität untereinander bereit. Es zeigt sich deutlich: Die junge Generation wünscht sich eine Wertegemeinschaft. Wirtschaft und Kultur spielen eine nachgeordnete Rolle. Eine konkrete Vorstellung, wie Europa in Zukunft gestaltet werden soll, haben die Befragten jedoch nicht.

Daran schloss sich auch die Diskussion an, die sich darum drehte, wie die junge Generation dazu begeistert werden kann, an der Gestaltung der Zukunft mitzuwirken. Auf dem Podium diskutierten jüngere und ältere Akteure aus dem Politikfeld: Josef Janning (European Council on Foreign Relations), Dr. Ulrich Brueckner (Jean Monnet Professor für European Studies am Berliner Center der Stanford University), Vincent Venus (Bundessekretär der Jungen Europäischen Föderalisten) und Anna Saraste (Vorstandsmitglied der European Youth Press). Moderiert wurde das Panel von Prof. Dr. Klewes, Initiator der Change Center Foundation.

Bei einem abschließenden GetTogether setzte das Publikum das Gespräch mit den Podiumsgästen fort und ließ so den Abend gemütlich ausklingen.

Seminar „Kampagnenstrategie“ in der Campaigning Academy Berlin

Berlin/11.-12.09.2015: „Das WIR entscheidet“, „Stop ACTA“, „Mach’s mit“, „Dahinter steckt immer ein kluger Kopf“ – einige dieser Kampagnen-Slogans können wir sofort einordnen, andere wiederum sagen uns nichts. Tagtäglich sind wir von Informationen umgeben, die um unsere Aufmerksamkeit buhlen. Dazu zählen längst nicht mehr nur die klassische Plakatwerbung oder Fernsehspots, sondern ebenso Online-Videos, -Petitionen oder Anzeigen in Sozialen Netzwerken.

Wie bestimmt man in diesem Informationsüberfluss die Agenda? Wie gewinnt man die Deutungshoheit in der öffentlichen Debatte? Welche Faktoren sind entscheidend, damit die eigene Kampagne Erfolg hat und möglichst viele Menschen mobilisiert?

Um genau diese Fragen drehte sich das Seminar „Kampagnenstrategie“ in der Campaigning Academy Berlin am 11./12. September. Julius Van de Laar und Volker Gaßner, Gründer und Leiter der Academy, vermittelten den Teilnehmenden ein umfangreiches Handwerk von der Erarbeitung über die Durchführung bis zur Auswertung von Kampagnen. Es ging um die politische Strategie, das Agenda-Setting und die Botschaftsentwicklung, die strategische Kampagnenplanung, Digitales Campaigning und schließlich die Evaluation.

In den gemütlich-modernen Räumlichkeiten der Academy gaben die Seminarleiter ihr Know-How in Form von Kurzvorträgen an die Teilnehmenden weiter. Die neu erlernten Methoden konnten diese anschließend in mehreren Workshops testen. Dabei arbeiteten sie in Kleingruppen an Kampagnen zur Einwanderung, einer digitalen Patientenakte und veganem Leben. Nicht zuletzt profitierten die Teilnehmenden von den Pausen, um sich untereinander auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

Wer sich von den begeisterten Campaignern Julius van de Laar und Volker Gaßner mitreißen lassen und das Handwerk der Kampagnenstrategie erlernen möchte, findet auf politcal.de weitere Seminar-Termine.

#mekolab: Führung durch das Verlagsgebäude der taz

Berlin/10.09.2015: Im Rahmen einer Exkursion von mekolab wurde Interessiertem aus dem Medienbereich die Möglichkeit geboten, das geschichtsträchtige Verlagsgebäude der taz in der Rudi-Dutschke-Straße zu besichtigen. Dabei erhielten die Teilnehmenden zunächst die Gelegenheit, an der allmorgendlichen Redaktionskonferenz der taz teilzunehmen. Die Journalisten der tageszeitung diskutierten angeregt über aktuelle Themen und tauschten sich über die Artikel für die neuste Ausgabe aus. Was außerdem in keiner Redaktionssitzung der taz fehlt: Kritische Anmerkungen und ein offener Meinungsaustausch zur Ausgabe des Vortags.

Während der anschließenden Führung durch das taz-Gebäude lernte die Gruppe nicht nur die jeweiligen Ressorts kennen, sondern erhielt außerdem einen exklusiven Einblick in die Arbeitsweise der Journalisten. Dabei sorgte Daniél Kretschmar, Ressortleiter von www.taz.de, für eine offene Gesprächsatmosphäre, in der alle Fragen von Gehalt über Hierarchien und Einstiegsaussichten beantwortet wurden.

20150910_103740

Falls Sie an einer der nächsten Veranstaltungen von mekolab interessiert sind, werfen Sie einen Blick auf www.politcal.de. Mit dabei sind die dpa, das Bundespresseamt und das ARD Hauptstadtstudio.

degepol lunch debate zum “Digitale Hauptstadtbüro” der METRO GROUP

Berlin/22.07.15: Erfolgreiches und professionelles Lobbying ist transparent, partizipativ und zunehmend digital verankert

Im Rahmen einer lunch debate hat die de’ge’pol heute das “Digitale Hauptstadtbüro” der METRO GROUP vorgestellt. Raphael Neuner, Leiter Nationale Politik und Mitglied der de’ge’pol, präsentierte den unter http://politik.metrogroup.de erreichbaren Auftritt des Unternehmens in Berlin. Das neue Tool ist ein wichtiger Baustein im politischen Außenauftritt des Unternehmens in Deutschland. Auf der Website können Entscheidungsträger aus der Politik, von Verbänden und Nichtregierungsorganisationen die Positionen des Handelsunternehmens auf einer übersichtlich strukturierten Plattform einsehen.

Dominik Meier, der Vorsitzende der de’ge’pol, unterstreicht den best practice-Charakter, den das Konzept in der Diskussion um Lobbying einnimmt: „Das digitale Hauptstadtbüro ist ein dringend notwendiges innovatives und intelligentes Format für mehr Transparenz in der Interessenvertretung und ein spannender Impuls zur Selbstregulierung der Branche. Nachdem es scheint, dass die Diskussion um ein verpflichtendes Lobbyregister in Deutschland in eine politische Sackgasse geraten ist, ist es wichtig, der Öffentlichkeit zu demonstrieren, wie erfolgreiches und gleichzeitig offenes Lobbying funktioniert.“

„Wir wollen mehr Transparenz. Nicht um ihrer selbst willen, sondern weil sie die Legitimität, die Wahrnehmbarkeit und damit den Erfolg von Interessenvertretung der Zukunft ausmachen wird“, erläutert Raphael Neuner die Grundidee des digitalen Hauptstadtbüros. „Das Lobbying der alten Zeiten ist vorbei: Wir arbeiten heute digitaler, partizipativer und transparenter.” Die lunch debate dient dabei sowohl als Plattform für den Austausch als auch als Ideengeber, über den die de’ge’pol in Zukunft mehr solcher innovativen Konzepte vorstellen will.

© 2018 PolitCal.de. WordPress Directory Theme powered by WordPress.