Jens Benicke – Von Marcuse zu Mao – Von der Praxis zur Autorität

Friedrich-Engels-Straße 22, 14473 Potsdam
Jens Benicke stellt die schlechte Aufhebung der antiautoritären Studentenbewegung vor.

Die zweite Veranstaltung unserer Marcuse Vortragsreihe:

Jens Benicke – Von Marcuse zu Mao – Von der Praxis zur Autorität

Als Theodor W. Adorno und Max Horkheimer nach dem zweiten Weltkrieg aus dem Exil nach Deutschland zurückkehrten, waren sie von der Rezeption der Kritischen Theorie der Studenten der fünfziger und sechziger Jahre überrascht. Die beiden gingen davon aus, dass ihre Philosophie ungehört verhallt sei und zu ihrer Zeit keine Resonanz finde. Nach anfänglicher Zuneigung über die Bereitschaft der Studenten in den fünfziger Jahren sich auf die Reflexion philosophischer Grundtexte einzulassen, kritisieren Horkheimer und Adorno die Studentenbewegung in den sechziger Jahren aufgrund einer fehlenden Reflexion der Theorie und der Bedeutung des Nationalsozialismus.

Das Verhältnis der Studenten zu Herbert Marcuse war in den sechziger Jahren ein anderes. Seine Randgruppentheorie erschien der antiautoritären Linken als Möglichkeit nach der gescheiterten Revolution lediglich aus der Notwendigkeit der Veränderung eine entsprechende Praxis abzuleiten. Nach deren Scheitern folgt die „schlechte“ Aufhebung der antiautoritären Bewegung: die Konstitution der mao-stalinistischen K-Gruppen bedeutete dann die endgültige Abkehr eines großen Teils der Protestbewegung von der Kritischen Theorie.

Jens Benicke referiert im Rahmen seiner Buchvorstellung „Von Adorno zu Mao“ über Herbert Marcuse und seinen Einfluss auf die die antiautoritäre Studentenbewegung und deren „schlechte“ Aufhebung.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Eine Veranstaltung der Gruppe KonsensNonsens supported by Campus Libertalia | Café hausZwei

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