Teile und herrsche: Europa im Kampf gegen Falschinformation

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Afroamerikaner*innen sollten am Wahltag am besten zuhause bleiben. So lautete die Empfehlung diverser US-amerikanischer Internetseiten vor der Präsidentschaftswahl 2016.  Drei Jahre später steht fest: Die Ratschläge entstammten so genannten Troll-Fabriken, mit denen russische Propagandaexpert*innen Donald Trump ins Amt verhalfen. Was wohl bei den Wahlen 2020 passiert?

Das Problem ist bei weitem kein rein US-amerikanisches. Und mittlerweile handelt es sich bei den Täter*innen auch nicht mehr nur um nerdige Computer-Hacker. Forscher*innen der Universität Oxford 70 haben Länder identifiziert, in denen entweder politische Parteien oder die Regierung selbst das Internet genutzt haben, um durch gezielte Desinformationskampagnen Unruhe zu stiften, politische  Gegner mundtod zu machen und grundlegende Menschenrechte zu unterminieren. Meistens sind die Absichten dabei innenpolitischer Natur. In sieben Fällen haben politische Akteure jedoch nachweislich auch versucht, Entwicklungen in anderen Staaten in ihrem Sinne zu beeinflussen – meist über die  sozialen Medien.

  • Wie groß ist der Einfluss von Fake news und Desinformationskampagnen auf die politische Debatte und auf politische Entscheidungen tatsächlich?
  • Welche Strategie verfolgen EU und Bundesregierung im Kampf gegen Falschinformationen?
  • Was bringen Selbstverpflichtungen der großen Internet-Konzerne, allen voran Facebook?
  • Wie bleiben Maßnahmen zum Schutz vor Desinformation und eine liberale Netzpolitik im Gleichgewicht?
  • Und welche Folgen hat das alles für unser Vertrauen zu den Medien und den Umgang mit Informationen?

Über diese und weitere Fragen wollen wir diskutieren.

Weitere Details und Kontaktinformationen finden Sie hier.

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