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Steinmeier spricht zu Berliner Studenten: “Welt aus den Fugen- Was h├Ąlt uns zusammen?”

Berlin/21.10.2015:┬áUnsere Welt ist unordentlich. Wir “ringen um Ordnung” in einer “nonpolaren” Welt, die bedroht ist durch alte Feindschaften wie die zwischen den USA und Russland und durch neue Herausforderungen wie in Syrien und der resultierenden Fl├╝chtlingskrise.

Mit dieser These er├Âffnete der Bundesau├čenminister am Mittwoch die Festrede in der Freien Universit├Ąt Berlin anl├Ąsslich der Gr├╝ndung der Vereinten Nationen vor 70 Jahren. Steinmeier sprach alle wichtigen au├čenpolitischen Themen unserer Zeit an. Er erkl├Ąrte den Iran-Deal, sprach ├╝ber Schwierigkeiten und Chancen in Syrien und die Fl├╝chtlingskrise, aber auch ├╝ber die UNO generell und wie er sich eine Reform des Sicherheitsrates vorstellen k├Ânnte. Zu Letzterem sagte er “auch Ordnungen werden alt” und implizierte damit, dass er eine grundlegende Erneuerung des UN-Systems anstrebt.

Trotz aller kritischen T├Âne zur momentanen Situation im Nahen Osten wie auch in unseren Fl├╝chtlingslagern schaffte Steinmeier es, ein grunds├Ątzliches Vertrauen in die UN zu vermitteln. Das Fundament UN, so Steinmeier, trage uns heute und auch in Zukunft, wenn wir die n├Âtige Verantwortung daf├╝r ├╝bern├Ąhmen. Auch schaffte es der Minister, humorvolle Anekdoten wie ÔÇ×Spreedampffahrten als diplomatischen TrickÔÇť mit ernsthaften Themen zu verbinden.

Dass die Welt manchmal aus den Fugen ger├Ąt, spiegelte auch der Veranstaltungsablauf wider. Keine zwei Minuten hatte der Minister gesprochen, da unterbrachen TTIP-Demonstranten und “Schreibtischt├Ąter” skandierende Studenten im Saal die Festrede. Doch auch hier, wie von Steinmeier f├╝r die UN prophezeit, wurde die Welt durch besonnenes Handeln wieder in geordnete Bahnen gelenkt.

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