Angesichts der militärischen Bedrohung der Europäischen Sicherheit durch klassische zwischenstaatliche Kriege, ist die Diskussion transnationaler Sicherheitsrisiken und Bedrohungen weniger prominent auf der politischen Agenda. Gerade der Phänomenbereich der Organisierten Kriminalität ist zudem besonders schwer zu begreifen und zu erfassen, da der Großteil der Aktivitäten ganz bewusst darauf angelegt ist möglichst wenig aufzufallen. Um trotzdem zu einem kohärenten Lagebild zu kommen und eine informierte politische Diskussion zur Bedrohung durch die Organisierte Kriminalität zu ermöglichen, braucht es eine umfassende und auch international vergleichende Forschung, die auch als Basis für politische Entscheidungsträger dienen kann.
Der Global Organized Crime Index der Global Initiative Against Transnational Organized Crime (GI-TOC) bietet genau dieses Lagebild. Es handelt sich um ein multidimensionales Instrument, das den Grad der Kriminalität und die Widerstandsfähigkeit gegenüber organisierter Kriminalität in 193 Ländern anhand von drei Hauptsäulen bewertet: kriminelle Märkte, kriminelle Akteure und Widerstandsfähigkeit.
Im Rahmen eines Fachgesprächs am 25. Februar werden die Ergebnisse der neuesten Ausgabe des Global Organized Crime Index vorgestellt und Konsequenzen für die deutsche und europäische Politik diskutiert.