Anlässlich seines 50-jährigen Bestehens laden wir gemeinsam mit dem Türkischen Frauenverein Berlin e.V. dieser Tagung ein, die fünf Jahrzehnte feministisches, migrantisches und gesellschaftspolitisches Engagement würdigt und zugleich den Blick nach vorn richtet.
Fragen der Bildung, der Frauenförderung, des Erwerbs der deutschen Sprache, des Aufenthalts, des Schutzes vor Gewalt und Diskriminierung, der Vernetzung mit anderen emanzipatorischen Bewegungen sind seit Jahrzehnten im Fokus des Engagements in Deutschland migrantisierter Frauen. Sie haben sich zusammengeschlossen um eine stärkere, gemeinsame Stimme zu haben, teilweise noch in Zeiten, in denen sogenannte »Ausländervereine« von der Berliner Landespolitik mit großer Skepsis beäugt wurden.
Dabei sind insbesondere die Belange von Frauen noch heute hochaktuell. Debatten um Aufenthalt, Teilhabe und Bildung werden mit großer Dringlichkeit und Bedeutung geführt.
Im Mittelpunkt der Tagung steht ein Podiumsgespräch mit Gründungsfrauen des Vereins, die aus erster Hand von den Anfängen, Kämpfen und Erfolgen berichten und ihre Erfahrungen in den heutigen Kontext einordnen. Ergänzt wird das Programm durch einen wissenschaftlichen Input, der die historische und gesellschaftliche Bedeutung intersektionaler Frauenarbeit beleuchtet und aktuelle Herausforderungen analysiert.
In praxisorientierten Workshops werden die gewonnenen Erkenntnisse vertieft und gemeinsam Perspektiven für zukünftige Strategien, Bündnisse und Lösungsansätze entwickelt. Dabei geht es um Austausch, Vernetzung und die Frage, wie das Engagement der Vergangenheit als Grundlage für nachhaltige Veränderungen genutzt werden kann.
Die Tagung schafft Raum für Erinnerung, Reflexion und gemeinsames Weiterdenken – intersektional, engagiert und unverzichtbar.
Unsere Bildungsveranstaltungen werden gemäß BiZeitG § 10 als Bildungszeit anerkannt.