Zwischen 2000 und 2007 wurden zehn Menschen von der rechtsextremen Terrorgruppe »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU) ermordet, darunter acht türkischstämmige Männer. Im Prozess von 2013 bis 2018 blieben – nicht nur aus Sicht der Opferangehörigen – viele Fragen offen und waren die Strafen teilweise zu mild. Der Film dokumentiert, wie die Hinterbliebenen versuchen, mit dem jahrelangen Geschehen umzugehen und insbesondere das Andenken an die Opfer lebendig zu halten.
Über die Veranstaltungsreihe
Mit der Reihe »Auch Deutsche unter den Opfern« (O-Ton Polizeibericht) greift die Berliner Landeszentrale für politische Bildung das Thema Kontinuitäten des Rechtsextremismus und aktuelle gesellschaftliche Prozesse auf. Der Hass auf vermeintliche Minderheiten, die Angriffe auf demokratische Institutionen und das Verbreiten hetzerischer, menschenverachtender und teilweise verschwörungsgläubiger Inhalte stellt eine der größten Bedrohungen für unsere freiheitliche Gesellschaft und demokratische Ordnung dar. In insgesamt sieben Foren, zwei Lesungen und drei Filmabenden wird Raum geschaffen, unterschiedliche Phänomene des Rechtsextremismus bis hin zu rechtsterroristischen Aktivitäten in ihrer gesamtgesellschaftlichen Bedeutung mit Expertisen aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Alle Veranstaltungen finden unter Beteiligung des Publikums statt.
Der Titel der Reihe nimmt Bezug auf deutsche Debatten über die Opfer rechtsextremer Morde und ihrer Herkunft. Dies verweist auch auf Fragen wie: Wer ist deutsch? Wer nicht? Wessen wird wie gedacht? Und letztlich: Was ist ein Menschenleben wert?