Digitale Medien setzen uns unter Druck: Dauererreichbarkeit, Reizüberflutung, inszenierte Perfektion, soziale Vergleiche, Hass, Desinformation, Cybergrooming und Doomscrolling können unser Wohlbefinden erheblich belasten. Zugleich prägen Nachrichtenflut, Filterblasen, algorithmische Sortierung und KI-Chatbots unsere Wahrnehmung. Damit rückt die Frage in den Fokus, wie wir unsere mentale Gesundheit online schützen können.
Doch digitale Räume bieten ebenso Chancen: Sie verbinden, erleichtern den Zugang zu Informationen und können Resilienz stärken, etwa durch Communities, Beratung oder Achtsamkeits-Apps.
Welche Auswirkungen hat digitale Mediennutzung auf Psyche und Wohlbefinden? Welche Kompetenzen brauchen Menschen, um digitale Belastungen zu bewältigen und kritische, selbstbestimmte Entscheidungen treffen zu können? Und wie kann Medienbildung selbst zum Schutzfaktor werden?
Die 48. Stuttgarter Tage der Medienpädagogik widmen sich diesem Spannungsfeld von Risiko und Potenzial über alle Generationen hinweg und betrachten, wie sich die Anforderungen an Medienbildung in einer digitalisierten Gesellschaft verändern. Vorträge, Workshops und Diskussionen bringen Wissenschaft und Praxis zusammen, um Wege zu einem gesunden, reflektierten Umgang mit digitalen Medien zu entwickeln.