Jugendliche werden auch als „Seismographen gesellschaftlicher Veränderungen“ beschrieben. Dies äußert sich manchmal durch starkes politisches Engagement oder auch durch apolitischen Rückzug. Neben Bildung und Milieu gewinnt bei den Entscheidungen junger Menschen zunehmend das jeweilige Geschlecht an Bedeutung. Junge Männer tendieren stärker zu konservativen und rechtspopulistischen Positionen, junge Frauen finden vermehrt in der Linken einen Resonanzraum. Und die politische Mitte scheint für die meisten zunehmend unattraktiver zu werden.
Wie lässt sich dieser spezifische „gender-gap“ erklären? Welche Rolle spielen dabei Inhalte und Kommunikationsstile jugendlicher Vorbilder auch in den sozialen Medien? Und abseits der Geschlechter: ist die Bereitschaft für radikalere Positionen nur eine Phase? Was heißt das für die Bewerber in der politischen Mitte im Wahljahr 2026?
Darüber sprechen:
- Anne Rabe, Drehbuchautorin und Schriftstellerin. Autorin zahlreicher Bücher und Theaterstücke (u.a. „Die Möglichkeit von Glück) und Journalistin für die „Zeit“.
- Engin Çatık, Schulleiter der Friedrich-Bergius-Schule in Berlin
- Jennifer Rosin (angefragt), Vorsitzende des Landesschülerausschusses Berlin
- Klaus Hurrelmann, Seniorprofessor für Public Health und Bildung, Hertie School, Autor zahlreicher Jugendstudien (u.a. Shell-Jugendstudie, Jugend-Trendstudie)
Moderation: Harald Asel, rbb24 Inforadio
Eine Veranstaltung von Hertie School und rbb24 Inforadio.
Die Diskussion wird mitgeschnitten und am 22. März 2026 um 11 Uhr im rbb24 Inforadio ausgestrahlt.