Sonderaufführung im Pfefferberg-Theater Berlin anlässlich „150 Jahre Konrad Adenauer“
Die Konrad-Adenauer-Stiftung möchte mit einem einzigartigen Gastspiel des Stückes „Ach, Gussie!“ im traditionsreichen Berliner Pfefferberg-Theater Berlin einen Beitrag zu einem differenzierten und persönlichen Blick auf das Leben Konrad Adenauers werfen. Vor allem möchte sie damit auch in Berlin den 150. Geburtstag des ersten Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland würdigen.
Auguste „Gussie“ Adenauer, war die zweite Frau Konrad Adenauers. Über den Gartenzaun hinweg freundet sich die 21-jährige 1917 mit dem neu gewählten Kölner Oberbürgermeister, Witwer und dreifachen Vater an, konvertiert zum katholischen Glauben und heiratet Adenauer 1919 gegen alle Bedenken ihrer protestantischen Eltern. Sie ist weit mehr als nur Hausfrau und Mutter, sie übernimmt soziale und karitative Aufgaben, ist aber auch Ratgeberin ihres Mannes und stellt sich selbst zwar vergeblich, aber mit politischem Mut gegen das Erstarken der Nationalsozialisten.
„Ach, Gussie!“ zeigt – mit teilweise noch unveröffentlichten Originaldokumenten aus dem Archiv der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus – das bisher wenig beachtete Leben und Denken einer außergewöhnlichen Frau. Es geht um Politik, Liebe, Alltagssorgen, und die Verantwortung für sieben Kinder und ihre Bedrängnisse in der Zeit nationalsozialistischer Verfolgung. Die zwischenzeitliche Flucht Adenauers nach Berlin kurz nach der Machtergreifung und die Zeit der Familie in Potsdam-Babelsberg spielt ebenfalls eine Rolle in diesem besonderen Bühnenwerk.
Über die historische Geschichte hinaus stellt das Theaterstück, das bereits in Stuttgart mit ausverkauften Vorstellungen große Furore gemacht hat, die Frage nach Zivilcourage, nach Mut und Zusammenhalt in Zeiten des wieder erstarkenden Populismus.