„Es muss nicht so werden“

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Angesichts der aktuellen innerdeutschen, europäischen und globalen Verhältnisse ist die Diskussion um die Notwendigkeit und die Strategie antifaschistischer Bündnisse neu entbrannt. Denn wir müssen gar nicht bis in die USA gucken, um zu sehen was droht, wenn dem scheinbar steten Aufstieg rechter Kräfte kein Einhalt geboten wird: Abbau von Rechtstaatlichkeit und Gewaltenteilung, Ausweisung, Gewalt und (Staats-) Terror, ungebremste Elitenbereicherung und Hetze gegen alle und alles, die sich dem entgegenstellen.

Wie also können sich antifaschistische Allianzen zusammentun, die erkämpfte (demokratische) Errungenschaften verteidigen und gleichzeitig für ein Leben aller in einer solidarischen Gesellschaft und gegen diejenigen, die das zerstören wollen, streiten? Wie können solche Bündnisse breit demokratische Kräfte bündeln und dennoch kraftvoll nach vorne weisende Punkte setzen und Politiken ermöglichen?

Diese Fragen stellen sich umso dringlicher, je näher wir auf die vor uns liegenden Wahlkämpfe im September blicken. Der Blick auf die Verhältnisse für September in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt einerseits, und Berlin andererseits zeigt aber auch, wie unterschiedlich die Bedingungen antifaschistischer Politik sind, gleichzeitig aber immer Auswirkungen aufeinander haben.

Daher laden wir ein, mit Vertreter*innen aus Initiativen und Bündnissen von vor Ort genau auf die Möglichkeiten und Chancen antifaschistischer Politik und Allianzen zu schauen und dies zu diskutieren. Denn: Es muss nicht so werden.

Schon längst haben sich solidarische antifaschistische Netzwerke wie Zusammen bewegen in Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen-Anhalt.Weltoffen! zur Verteidigung einer demokratischen, vielfältigen und solidarischen Lebensweise zusammengeschlossen. Was können sie bewegen? Und wie gelingt es ihnen darin, progressive Punkte zu setzen und in die Zukunft weisende Politiken zu ermöglichen?

In Berlin besteht die Chance und die Notwendigkeit, Mehrheiten für einen progressiven – und eben auch antifaschistischen – Leuchtturm zu gewinnen. Welche Rolle können gesellschaftliche Allianzen wie Berlin zusammen dabei spielen? Und wie müssen wir auch in Berlin immer auch inner- und außerhalb des S-Bahn-Rings wie auch konkret die gesellschaftliche Zusammensetzung in den Blick nehmen, um den Wert von Leuchttürmen bestimmen zu können? Was braucht es dafür? Und, welche Bedeutung haben diese Entwicklungen für bundesweite Perspektiven und Allianzen?

In verschiedenen Gesprächsrunden wollen wir mit Vertreter*innen und Aktiven aus Landesbündnissen, Initiativen und bundesweiten Kampagnen die jeweiligen Ziele, Herausforderungen und Bedingungen antifaschistischer Allianzen vor Ort in den Blick nehmen aber auch miteinander verknüpfen.

Es diskutieren:

  • Alexander Maschke (Mitarbeiter in einem gewerkschaftsnahen Projekt in Mecklenburg-Vorpommern), Lena Lehmann (Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage), Madeleine Henfling (Campact e.V.) über Herausforderungen und Chancen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, moderiert von Anika Taschke (Rosa-Luxemburg-Stiftung)
  • Kalle Kunkel (Berlin Zusammen), Saraya Gomis (Migrationsrat Berlin) und Katalin Gennburg (Aktivistin Initiative Ma-HE/MdB Die Linke, angefragt), moderiert von Ceren Türkmen (Institut Solidarische Moderne)
  • Corinna Genschel (Institut Solidarische Moderne) führt in die Veranstaltung ein

Danach gibt es die Gelegenheit zum informellen Austausch.

In Kooperation mit dem Institut Solidarische Moderne.

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Event Detail

26. März 2026 18:00
26. März 2026 21:00
Digitalevent

Organizers

Rosa-Luxemburg-Stiftung
info@rosalux.org
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung gehört zu den großen Trägern politischer Bildungsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Sie versteht sich als ein Teil der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus.