Die Auswirkungen rechter Gegenmobilisierung auf Pride-Teilnehmende in Sachsen
Studienvorstellung und Austausch
Mit Lea Bellmann, Bastian Stock und Vertreter*innen Queerpride Dresden (angefragt)
Eine Veranstaltung der Agentur für Aufklärung und Demokratie, des Kulturbüro Sachsen, weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen
Die Pride-Saison 2025 in Sachsen war erneut geprägt von Anti-Pride-Mobilisierungen. Bei mindestens 11 von 17 Events sahen sich Teilnehmende mit extrem rechten Gegenprotesten oder spontanen Störversuchen konfrontiert. Doch was macht diese Bedrohungslage mit den Menschen, für die CSDs und andere Pride-Veranstaltungen ein Schutzraum sein sollten? Und was würde ihre Sicherheit verbessern?
Diesen Fragen widmet sich unsere Veranstaltungsreihe und rückt dabei die Perspektive der Teilnehmenden in den Fokus. Basierend auf den Angaben von 2.701 Befragten aller 17 Pride-Veranstaltungen zeichnen wir ein erstes Bild der Lage. Die Ergebnisse belegen, dass die Wahrnehmung rechter Gegenmobilisierungen zu einem festen Bestandteil sächsischer Prides geworden ist. Während die Teilnehmenden ein hohes Vertrauen ineinander aufweisen und sich während der Events weitgehend sicher fühlen, sind Hin- und Rückweg mit großen Unsicherheiten verbunden. Trotz der angespannten Lage und zahlreicher Gewalterfahrungen wird jedoch deutlich, dass Prides weiterhin einen zentraler Moment der Ermächtigung darstellen.