Der Historiker Peter Brandt spricht über die Lage der Partei und seine Autobiografie.
Die Situation der ältesten deutschen Partei, der Sozialdemokraten, verschlechtert sich. Schon die 16,4 Prozent bei der Bundestagswahl vor einem Jahr waren ein Negativrekord für die Nachkriegszeit. In jüngsten bundesweiten Umfragen ist die SPD unter 15 Prozent angekommen.
Der März wird zum Schicksalsmonat für die Partei. Am 8. März könnte sie bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg unter zehn Prozent rutschen, am 15. März folgen die Kommunalwahlen in Hessen, wo die Umfragen ihr drastische Einbrüche voraussagen, bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22. März droht sogar der Verlust des Ministerpräsidenten. Kurz danach kann im Club Voltaire Bilanz gezogen werden.
Kann die Partei den Abwärtstrend noch stoppen – und wie könnte das gelingen? Was sind die Ursachen für den anhaltenden Verfall der SPD? Ist sie gar am Ende ihrer langen Geschichte angekommen? Darüber spricht der Historiker Peter Brandt, der 2023 ein Buch über die Geschichte der Partei vorlegte, mit dem Autor Claus-Jürgen Göpfert. Thema des Gesprächs wird auch die Autobiografie sein, die der 77-Jährige jetzt veröffentlicht: „Sich ändern, um sich treu zu bleiben“.
Die Lebensgeschichte des ältesten Sohnes des früheren Bundeskanzlers Willy Brandt ist auch eine politische Geschichte der Bundesrepublik – bis hin zum Kampf des Friedensaktivisten in der Gegenwart.
Veranstalter: Club Voltaire und Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen
Bücher:
- Peter Brandt: Sich ändern, um sich treu zu bleiben. Erinnerungen und Begegnungen. Dietz Verlag 2026, 26 Euro, ISBN 978-3-8012-0712-0.
- Peter Brandt und Detlef Lehnert: „Eine kurze Geschichte der deutschen Sozialdemokratie“. Dietz Verlag 2023, 20 Euro, ISBN 978-3-8012-0646-8.