Sergio Bologna: Der Operaismus im Italien der 1960er und ’70er Jahre

Neomarxismus oder heretischer Kommunismus?. Reihe: Vielfalt sozialistischen Denkens

Sergio Bologna wurde 1937 in Triest (Italien) geboren. Er war Operaist der ersten Stunde, bei der Gründung der berühmten Quaderni Rossi 1961 und Classe Operaia 1964 dabei, gehörte zum ersten nationalen Sekretariat der 1969 gegründeten Organisation Potere Operaio und wurde einer der führenden Intellektuellen des italienischen Operaismus. In den neunziger Jahren schrieb er über den selbständigen »autonomen Arbeiter«. Er lehrte Geschichte der Arbeiterbewegung und der Industriegesellschaft an verschiedenen Universitäten in Italien (Trento, Padua) und Deutschland (Bremen). Er hat u.a. zur NS-Geschichte geforscht und sich allgemein mit der Frage der Geschichtsaneignung und -schreibung beschäftigt. In der Jungle World erschienen von ihm u.a. der Text »Arbeiter, Maschinen, Migration, Kultur. Acht Thesen zu einer militanten Geschichtsschreibung« sowie im Januar 2026 ein Interview zur aktuellen Situation in Italien.

Sergio Bologna wird über die Anfänge des Operaismus, seine persönlichen Erfahrungen und die damaligen Kämpfe erzählen, über die entscheidenen Protagonisten und die Grundbegriffe der operaistischen Gesellschaftskritik, die vor allem in den beiden Organen des Operaismus ausgearbeitet wurden, den Quaderni Rossi und in Classe Operaia, sowie über den Umbruch, den der Operaismus in den 1970er Jahren erfuhr.

Moderation: Frank Engster

Eine Veranstaltung von Helle Panke e.V. in Kooperation mit Jungle World.

Kosten: 2 €

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Event Detail

16. April 2026 19:00
16. April 2026 21:00
Markgrafendamm 24c, 10245 Berlin

Organizers

Rosa-Luxemburg-Stiftung
info@rosalux.org
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung gehört zu den großen Trägern politischer Bildungsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Sie versteht sich als ein Teil der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus.