Rechte Mobilisierung gegen CSDs in Ostdeutschland – Analysen, Gegenstrategien, Perspektiven aus Wissenschaft und Aktivismus
In diesem Workshop werden die rechten Mobilisierungen gegen CSDs und queere Veranstaltungen in Ostdeutschland und antifaschistische Gegenstrategien gemeinsam mit Aktivist*innen und Wissenschaftler*innen diskutiert. Ausgangspunkt ist die von Eike Sanders erforschte Dynamik von queerfeindlichen Protesten und Gegenmobilisierungen, die 2024 und 2025 in Städten wie Bautzen, Leipzig oder Dresden auftraten, und eine breite Solidarisierung und Gegenproteste auslösten.
In vorbereiteten Inputs werden die Mobilisierungsstrategien (Plattformen, Narrative, Symbolik) und Medienberichterstattung sowie die Erfahrungen und Gegenstrategien von Aktivist*innen betrachtet. Anschließend wird gemeinsam erarbeitet, wie antifaschistische und wissenschaftliche Praxis besser verknüpft werden kann – etwa im Verständnis rechtsextremer Kommunikationswege, in der Reaktionsfähigkeit lokaler Bündnisse und in der gemeinsamen Analyse digitaler Mobilisierungsmuster. Neben dem inhaltlichen Austausch soll der Workshop langfristige Kooperationen zwischen Wissenschaft und Aktivismus stärken. Dazu werden neben der öffentlichen Bewerbung gezielt Akteur*innen aus der Zivilgesellschaft in Thüringen eingeladen.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der 6. Tagung des Netzwerks Kritische Kommunikationswissenschaft an der Uni Jena statt.