Reinhart Koselleck: Politische Implikationen seines Werks

Reinhart Koselleck gilt als einer der einflussreichsten deutschen Historiker der Nachkriegszeit. Gleichzeitig ist er intellektuell eng mit Carl Schmitt verbunden, einem Juristen aus dem Nationalsozialismus und Vordenker der gegenwärtigen politischen Rechten.

Kosellecks Dissertation «Kritik und Krise» (1954) wurde lange als weitgehend neutrale Studie zur Französischen Revolution interpretiert. Im Symposion soll Kosellecks Verhältnis zur Aufklärung neu bewertet werden – insbesondere im Hinblick auf den politischen Einfluss Schmitts.

Zu Beginn werden die Grundthesen Kosellecks dargestellt und dabei insbesondere auf den Begriff der Kritik eingegangen, wie er in der Philosophie der Aufklärung verwendet wird. Anschließend werden anhand von Textpassagen aus «Kritik und Krise» sowie aus dem Briefwechsel mit Carl Schmitt die politischen Implikationen der Studie diskutiert. Abschließend wird die Referentin zeigen, dass es sich bei Kosellecks Dissertation nicht etwa um eine kritische Reflexion des aufklärerischen Denkens und der Ideen der Französischen Revolution handelt, sondern um einen akademischen Beitrag zur Konterrevolution.

Referentin: Laura Emmerling

Kontakt: eva.bockenheimer@rls-nrw.de

Veranstalter*innen: Club Dialektik e.V. und Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW

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Event Detail

25. April 2026 14:00
25. April 2026 18:00
Turmstraße 3-5, 50733 Köln

Organizers

Rosa-Luxemburg-Stiftung
info@rosalux.org
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung gehört zu den großen Trägern politischer Bildungsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Sie versteht sich als ein Teil der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus.