Curt Bois – Schauspieler in zehn Jahrzehnten

Der Schauspieler Curt Bois ging einen ungewöhnlichen Lebensweg. Mit sieben Jahren debütierte er und wurde Kinderstar bei Bühne und Film, blieb in den zwanziger Jahren ein gefragter Schauspieler, der im Kabarett begann, gegen die Nazis zu sticheln. Er hatte seinen ersten Film als Regisseur gedreht, als der Reichstag brannte und er Deutschland verlassen musste. In Hollywood konnte er sich in Nebenrollen komischer Europäer beweisen, ehe er 1950 zurückkehrte und bei Brecht am BE spielte. Wegen Unterbeschäftigung zog er 1954 in den Westen, blieb aber vehementer Antifaschist, was ihm auch Anfeindungen einbrachte. Er spielte große Rollen in Filmen von Kurt Hoffmann, Wolfgang Staudte und Markus Imhoof und konnte 1988 den Europäischen Filmpreis für Wim Wenders´ „Der Himmel über Berlin“ entgegennehmen, ehe er mit 91 Jahren starb. Am 5. April ist sein 125. Geburtstag.

Referent: F.-B. Habel stellt Bois vor und liest aus seinem Buch, das in der Reihe „Jüdische Miniaturen“ erschienen ist.

Helle Panke e.V. Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin

Kosten: 2 €

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29. April 2026 19:00
29. April 2026 21:00
Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin

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Rosa-Luxemburg-Stiftung
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Die Rosa-Luxemburg-Stiftung gehört zu den großen Trägern politischer Bildungsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Sie versteht sich als ein Teil der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus.