Kaum ein Philosoph wurde in der frühnationalistischen Mobilisierung gegen die napoleonische Herrschaft so sehr angefeindet wie der jüdische Spätaufklärer Saul Ascher (1767 – 1822). So war es Ascher, der 1815 den Begriff der „Germanomanie“ prägte, um mit ihm die unheilvolle Gleichsetzung von Christentum und Deutschheit zu kritisieren, wofür sein Werk auf dem Wartburgfest 1817 verbrannt wurde.
Der Vortrag von Jakob Ole Lenz soll in das noch nicht systematisch erschlossene Werk Aschers einführen und einen Schwerpunkt aus seine Auseinandersetzungen mit der Jahn’schen Turnerbewegung und dem Antisemitismus der aufkommenden Burschenschaften setzen.
Jakob Ole Lenz ist Politikwissenschaftler mit einem Schwerpunkt in der Ideengeschichte des deutschen Frühnationalismus. Anfang 2026 hat er seine Dissertation über Saul Aschers politisches Werk fertig gestellt, die im Sommer an der MLU Halle-Wittenberg verteidigt wird.
Der Eintritt ist frei. Der Veranstaltungsraum ist barrierefrei zugänglich.
Eine Veranstaltung des Rosa-Luxemburg-Club Salzgitter-Peine in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen.