Auschwitz – Erkundungen und Annäherungen

Die Gedenkstättenfahrt ist bereits ausgebucht.

„Ihr seid nicht schuldig für das, was damals geschehen ist, aber ihr macht euch schuldig, wenn ihr nichts von dieser Geschichte wissen wollt“
Esther Bejarano, Auschwitz Überlebende


Auf der einwöchigen Gedenkstättenfahrt nach Krakau (Kraków), Auschwitz (Oświęcim) und Auschwitz-Birkenau wollen wir uns die Zeit nehmen, um suchend und fragend, dem vor Ort Geschehenen zu begegnen. Im Verlauf des Aufenthalts in Auschwitz nähern wir uns dabei von unterschiedlichen Orten und Ereignissen dem ehemaligen Konzentrationslager an, seinen Vernichtungseinrichtungen, den Schicksalen von Opfern, aber auch den profanen Routinen und dem Alltag der Täter. In Reflektions- und Diskussionsrunden besteht die Möglichkeit, sich über das Gesehene, das Gehörte und das Erfahrene auszutauschen, um gemeinsam zu verstehen und nach Lehren und politischen Herausforderungen für die Gegenwart zu fragen. Wie können wir das Erinnern an diesen Ort des Grauens aufrechterhalten – Aus Auschwitz lernen, Auschwitz verstehen, Antisemitismus in der Gegenwart begegnen und antifaschistisch handeln?

Dabei bedeutet aus Auschwitz zu lernen, an den Orten des Geschehens über Auschwitz zu lernen: Wie war das gewaltige Lagersystem Auschwitz-Birkenau organisiert, das größte nationalsozialistische Konzentrationslager und gleichzeitig die größte Mordfabrik der Nazis? Welche Geschichte und Bedeutung hatten die unterschiedlichen Lagerteile? Welche Opfergruppen gab es und wie funktionierte die Häftlingsgesellschaft? Wie gestaltete sich das Schicksal der Opfer, sowohl der Häftlinge des KZs, wie auch das der jüdischen Menschen, die zum sofortigen Tod in den Gaskammern bestimmt waren? Welchen Widerstand gab es? Wie lebten die Täter vor Ort? Welche Handlungsspielräume hatten sie? Wie wurde ihr soziales, kulturelles, familiäres Leben organisiert? Wie verborgen waren die Ereignisse in Auschwitz?

Auschwitz – Im größten Vernichtungslager der Nationalsozialisten wurden mehr als eine Million Menschen ermordet. In ihrer großen Mehrheit Jüdinnen und Juden aus allen Ländern Europas, aber auch Sinti und Roma, sowjetische Kriegsgefangene, Frauen und Männer des Widerstands, die in Auschwitz vergast, erschossen und erhängt wurden, die an den Folgen von Misshandlungen und Folter, an medizinischen Versuchen, an Krankheiten und Unterernährung starben.

Neben der Besichtigung der beiden heute zum staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau gehörenden Lagerteile Auschwitz I (das Stammlager) und Auschwitz II (Birkenau) werden wir uns auch gründlich mit den heute weniger sichtbaren, aber dennoch wichtigen Orten jenseits des Lager- (oder Museums-) Zauns beschäftigen, so z. B. mit Auschwitz III (das KZ der IG-Farben in Monowitz), dem SS-Interessengebiet und den Orten an denen das Täterleben stattfand.

Bevor wir nach Auschwitz reisen, werden wir uns in Krakau mit der Geschichte des dortigen jüdischen Ghettos und mit dem Arbeitslager Plaszow beschäftigen.

Der Teilnahmebeitrag beträgt 700 Euro (DZ) und beinhaltet die An- und Abreise mit der Bahn (Hamburg-Kraków-Oświęcim), Unterkunft (Kraków & Oświęciem), Verpflegung (Vollpension während der Programmtage), Bustransfer in der Region Oświęcim sowie die Programmkosten. Einzelzimmerzuschlage: 100 Euro.

Ermäßigter Teilnahmebeitrag: 500 Euro. Die Anzahl der ermäßigten Teilnahmebeiträge ist begrenzt.

Anreise und Unterkunft: Die Anreise erfolgt mit der Bahn ab Hamburg (02.08.26) nach Kraków bzw. ab Kraków ( 03.08.26) nach Oświęcim. Die Rückreise ebenfalls mit der Bahn von Oświęcim nach Hamburg (08.08.26) Unterkunft in Krakow ist das Ibis Krakow (1 Nacht) in Oświęcim (5 Nächte) sind wir in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte untergebracht.

Programmleitung: Roland Vossebrecker (Bildungsreferent & Gedenkstättenpädagoge) & Milan Mentz (Historiker)

Bis zum 01. März ist die Anmeldung ausschließlich Teilnehmer:innen mit Wohnsitz in Hamburg vorbehalten. Eine Nachrückerplatz für Interesent:innen ausserhalb von Hamburg wird bei Anmeldung eingerichtet.

Die Gedenkstättenfahrt findet in Kooperation mit dem Auschwitz-Komitee in der Bundesrpublik Deutschland e.V. statt

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Zum Event

Event Detail

2. August 2026 9:00
8. August 2026 18:00
UL. LEGIONÓW 11, 32-600 OŚWIĘCIM

Organizers

Rosa-Luxemburg-Stiftung
info@rosalux.org
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung gehört zu den großen Trägern politischer Bildungsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Sie versteht sich als ein Teil der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus.