Die EU-Erweiterung ist in Brüssel weiterhin auf der Tagesordnung, allerdings unter ganz anderen Bedingungen als bei den letzten Erweiterungen. Die Länder an den östlichen und südöstlichen Grenzen der EU verhandeln über ihren Beitritt in einer Zeit, die von Krieg, politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit geprägt ist.
Bei dieser Veranstaltung lassen wir den üblichen Streit über die Vor- und Nachteile der Erweiterung außen vor und konzentrieren uns stattdessen auf die Spannungen und Zielkonflikte, die damit einhergehen.
Wir fragen: Welche Art von wirtschaftlichem Wandel bringt der EU-Beitritt tatsächlich mit sich? Funktioniert die Kohäsionspolitik wirklich, oder führt die Integration zu einer Abhängigkeit von stärkeren Volkswirtschaften?
Auch mit den politischen Dimension befassen wir uns: Stärkt der Beitrittsprozess die Demokratie, oder besteht die Gefahr, dass bestehende Machtstrukturen durch EU-Institutionen ersetzt werden, die selbst unter einem Demokratiedefizit leiden?
Abschließend denken wir darüber nach: Was bedeutet die Erweiterung für Europa insgesamt? Schafft sie einen stärker vernetzten politischen Raum mit neuen Nachbarländern, oder verschiebt sie lediglich die Außengrenzen der EU weiter nach Osten und Süden?
Anstatt einfache Antworten zu geben, soll diese Diskussion einen kritischeren Dialog über die Zukunft der EU-Erweiterung und die Art von EU, die dadurch entsteht, anstoßen.
Unser Panel besteht aus folgenden Gästen:
- Anna Svetozarov (Razem Berlin)
- Artyom Stassyuk (Ukrainische Linke Initiative)
- Dorina Achelaritei (Journalistin)
- Moderation: Bartosz Frydel (Razem Berlin).
Diese Veranstaltung findet in englischer Sprache statt und ist eine Kooperation der Rosa-Luxemburg-Stiftung mit der Ukrainischen Linken Initiative.