Demmin, eine mecklenburgische Kleinstadt, war Ende April 1945 Schauplatz eines beispiellosen Massensuizids, als bis zu tausend Bewohner*innen sich das Leben nahmen. Heute ist die Stadt jährlich Austragungsort eines rechten „Trauermarsches“, der von Neonazis am 8. Mai inszeniert wird, um die Niederlage zu beklagen.
Dieser Aufmarsch wird seit Jahren von einem vielfältigen antifaschistischen Gegenprotest begleitet, organisiert von Menschen aus Demmin und dem Umland, die sich gegen revisionistische Geschichtsverzerrung stellen.
Der Dokumentarfilm „Über Leben in Demmin“ greift diese Geschichte und ihre Nachwirkungen auf. Im Anschluss an die Filmvorführung ist Filmemacher Martin Farkas zu Gast und spricht über den Film sowie aktuelle Auseinandersetzungen rund um Erinnerungspolitik und antifaschistischen Widerstand.
Eine Veranstaltung der RLS.SH in Kooperation mit widersetzen Kiel.