Antisemitismus definieren. Anleitung zur Abgrenzung
Buchvorstellung von Nikolas Lelle und Tom Uhlig. Begrüßung durch Daniela Eisenstein (Direktorin Jüdisches Museum Franken) und moderiert von Kathrin Renz.
Do., 18.06.26, 19 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) | Jüdisches Museum Franken in Fürth
Während die Diskussionen um Antisemitismusdefinitionen immer unzugänglicher werden, hat die Ideologie in ihrer öffentlichen Wahrnehmung nichts von ihrem Rätselcharakter verloren. Die Bestimmung und damit die Bekämpfung von Antisemitismus wird durch zahlreiche alltagspraktische wie akademische Mythen erschwert: Antisemitismus wird unter Rassismus subsumiert, zum Vorurteil gemacht, extremismustheoretisch gelesen oder zum Wahn erklärt. Obwohl diese Deutungsversuche etwas treffen, reduzieren sie Antisemitismus doch immer nur auf einen Teilaspekt. In »Antisemitismus definieren« machen der Sozialphilosoph Nikolas Lelle und der Sozialpsychologe Tom Uhlig diese Mythen produktiv. Sie fragen nach ihrer subjektiven und gesellschaftlichen Attraktivität und arbeiten ihren wahren Kern heraus, um einen Antisemitismusbegriff zu gewinnen, der dem Gegenstand gerecht wird.
Kosten: Teilnahme kostenfrei
Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Franken in Fürth (Königstr. 89)
Einlass ab 18 Uhr (Taschenkontrolle)
barrierefrei, induktive Audioanlage
Die Buchvorstellung ist der Auftakt des bundesweiten Vernetzungstreffens der Aktionswochen gegen Antisemitismus zu dem ein großer Fachtag am Folgetag gehört.
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