Kant 300 Jahre. Kant und Marx

Kant und Marx? Passen die überhaupt zusammen? Oskar Negt meinte ja. Er hat Kant und Marx sogar in ein „Jahrhundertgespräch“ verwickelt. Tatsächlich gibt es im Marxschen Denken zahlreiche Anknüpfungspunkte an Kants praktische Philosophie. Friedrich Engels beanspruchte Kant als Teil des geistigen Erbes, dessen sich die europäische sozialistische Bewegung würdig erweisen solle. Max Adler, der Philosoph des Austromarxismus, hat versucht, Kants Sozialphilosophie und seine Erkenntniskritik in den Marxismus einzubauen. Eduard Bernstein und Karl Vorländer, zwei „Revisionisten“, wollten mit Kants Hilfe dem Sozialismus ein ethisches Fundament verpassen. Ein fruchtbarer Dialog zwischen Kantianern und Marxisten scheint möglich. Denn beide kommen in einem zentralen Punkt zusammen: als Anhänger und Vorkämpfer einer demokratischen Republik.

Kant-Museum im Ostpreußischen Landesmuseum
Heiligengeiststraße 38 | 21335 Lüneburg
Eintritt: 5,– Euro
Anmeldung erforderlich unter
Tel. 0 41 31–759 950 oder info@ol-lg.de

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Event Detail

29. April 2026 18:30
29. April 2026 20:30
Heiligengeiststr. 38, 21335 Lüneburg

Organizers

Friedrich-Ebert-Stiftung
info@fes.de
Die Friedrich-Ebert-Stiftung ist eine politische Bildungs- und Forschungseinrichtung, die sich für Demokratie, soziale Gerechtigkeit und internationale Zusammenarbeit einsetzt.