Die Bevölkerung in Deutschland wird immer älter. Während meist Themen wie Gesundheit und Rente im Vordergrund der Debatten um den demografischen Wandel stehen, rückt die ebenso wichtige Frage nach Zukunftsgestaltung in unserer alternden Gesellschaft in den Hintergrund.
Einerseits ist die Wahlbeteiligung unter Älteren traditionell vergleichsweise hoch und viele wichtige politische Ämter werden von Menschen jenseits des Rentenalters besetzt. Andererseits steigen in Deutschland die Fälle von Altersdiskriminierung, die Chancen auf ein „gutes Altern“ sind je nach sozioökonomischer Lage ungleich verteilt und die Möglichkeiten der politischen und gesellschaftlichen Mitbestimmung unterschiedlich ausgeprägt. Es braucht daher nicht nur Maßnahmen zur Stabilisierung des Renten- und Gesundheitssystems, sondern auch gesellschaftspolitische Strategien, um das sich wandelnde Bild vom Alter neu zu zeichnen – im Spannungsfeld zwischen Herausforderung, Mitgestaltung und Bereicherung. Denn viele ältere Menschen sind heute viel länger fit und wollen trotz Rentenalter weiterhin produktiv und gestalterisch tätig sein. Gleichzeitig können auch jüngere Generationen von der Erfahrung und dem Engagement der Älteren profitieren. Und dennoch bleibt vielen der Zugang zu Teilhabemöglichkeiten verwehrt.
Deswegen rückt der Fachtag folgende Fragen in den Fokus: Wie blicken wir heute aufs Altern? Wie wollen wir auch in der letzten Lebensphase gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort leben? Wie können wir Partizipation und Teilhabe ermöglichen und Zukunftsfragen mitgestalten? Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen zu diesen und weiteren Fragen.
Der Fachtag ist ein Kooperationsprojekt im Rahmen der Reihe „Landwärts“ der Bundeszentrale für politische Bildung, der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Ahrensburg und Bargteheide sowie dem Landespräventionsrat Schleswig-Holstein.