Gegen die Illusion der politischen Neutralität: Psychologie kritisch eingebettet.
Wissenschaft und Praxis der Psychologie präsentieren sich uns oft als wertfrei und objektiv. Doch wie „neutral“ ist eine Disziplin, die vor allem Wörter für messbares individuelles Verhalten hat, aber kaum welche für die gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen es stattfindet? Mit den Kritisch-psychologischen Donnerstagen wollen wir einen Raum öffnen, um die Psychologie gemeinsam dort zu verorten, wo sie wirkt: inmitten von Machtverhältnissen und Strukturen. Dazu haben wir uns ein feines Programm mit zwei Tagen und vier Workshops einfallen lassen, über die wir euch in den kommenden Tagen genauer informieren.
Wer ist angesprochen?
- Psychotherapeut:innen, die den aktuellen „Kahlschlag“ und die Ökonomisierung ihrer Profession mit Sorge betrachten und den Austausch suchen, um diese Dynamiken systemkritisch einzuordnen.
- Studierende, die im Uni-Alltag eine kritische Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Voraussetzungen der Psychologie vermissen.
- Alle Interessierten, die Lust haben, über die Zusammenhänge von Psyche, Macht und Gesellschaft nachzudenken.
Workshops:
- 13.00-15.00 Uhr: Wie ist der Mensch? Oder Für wen oder was brauchen wir die Kritische Psychologie? (Einstiegsworkshop für Alle)
- 15.30-18.00 Uhr: Subjekt statt Objekt: Einstieg in Holzkamps Grundkonzepte. (Wir lesen und diskutieren gemeinsam)
Eine Veranstaltung des Lesekreises Kritische Psychologie in Kooperation mit der Peter Imandt Gesellschaft e.V.