Welchen Charakter hat der moderne Staat? Ist er der „Ausschuss, der die gemeinschaftlichen Interessen der ganzen Bourgeoisklasse verwaltet“, wie es im Kommunistischen Manifest heißt, oder fungiert er als „ideeller Gesamtkapitalist“, wie Friedrich Engels 1877 schrieb.
In diesem Tagesseminar stellen die beiden Referenten Peter Bierl und Wolfgang Veiglhuber die wichtigsten Ansätze marxistischer Staatskritik zu Diskussion, beginnend mit Aussagen von Marx, Engels und Lenin, dem sowjetischen Juristen Eugen Paschukanis, der im stalinistischen Terror umkam, sowie von Antonio Gramsci, einem Opfer des italienischen Faschismus, sowie dem griechisch-französischen Theoretiker Nicos Poulantzas.
Im zweiten Teil geht es um die Frage, was einen Rechts- und Sozialstaat wie in der Bundesrepublik ausmacht und welche Wirtschaftsordnung im Grundgesetz verankert ist. Abschließend beschäftigen wir uns mit der Frage, warum zum modernen Staat immer der Nationalismus gehört.
Anmeldung und Nachfragen sind ab sofort möglich, per Email an peterbierl@gmx.de. Der Kostenbeitrag beträgt 20 Euro (Förderbeitrag), 15 Euro (normaler Beitrag) oder 10 Euro (ermäßigt) und schließt Getränke und Snacks ein. Die Anmeldung ist verbindlich, Teilzeit-Teilnahme nicht möglich, Anmeldeschluss ist Montag, 22. Juni.