Workshop zur (selbst)kritischen Auseinandersetzung mit Antisemitismus.
Ihr habt vielleicht schon von Critical Whiteness gehört – einem Ansatz, der „Weißsein“ als gesellschaftliche Norm untersucht und die eigene Verstrickung in rassistische Machtverhältnisse reflektiert. Doch was passiert, wenn wir diesen Ansatz auf Antisemitismus und unsere eigene Position als Nicht-Jüd:innen übertragen?
In diesem zweitägigen Workshop laden wir euch ein, Critical Gojness als offenen Denk- und Erfahrungsraum zu erkunden. Im Mittelpunkt steht nicht das abstrakte Verstehen von Antisemitismus, sondern die Auseinandersetzung mit der eigenen Verstrickung.
Ausgehend vom Konzept der Gojnormativität (nach Vivien Laumann / Judith Coffey) möchten wir gemeinsam untersuchen, wie sich diese im Alltag zeigt – in Sprache, Wahrnehmung, Handlungen und Haltungen. Dabei geht es nicht um „richtig“ oder „falsch“, sondern um ein ehrliches, möglicherweise auch unbequemes Hinschauen.
Was euch erwartet:
- Raum für Reflexion, Austausch und gemeinsames Nachdenken
- Übungen, die zur Selbstbefragung anregen
- Erkundung neuer Perspektiven und Handlungsweisen
Wir laden euch ein: Zum Innehalten. Zum Aushalten von Ambivalenzen. Zum gemeinsamen Lernen jenseits von schnellen Antworten.
Für wen? Für alle Nicht-Jüd*innen, die bereit sind, sich selbst kritisch zu hinterfragen und sich auf einen offenen, prozesshaften Lernraum einzulassen.
Der Workshop findet im Rahmen des Projekts »Bewegte Vielfalt in Berlin« statt und ist kostenfrei.
Die Veranstaltung findet als Kooperation der BildungsBausteine e. V. mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung statt.