Wer hat Macht? Wie prägt eine einzelne Person die Politik eines Landes? Und was lässt sich anhand der Machthabenden über ein Land aussagen?
Das Projekt „Macht“ ist eine Visualisierung von einhundert Jahren globaler Politik anhand ihrer Protagonisten. Dazu wurden für alle Staaten Porträts der Machthabenden zwischen 1921 und 2021 herausgesucht und übereinandergelegt. Dabei variiert die Intensität und damit die Sichtbarkeit einer Person je nach Länge ihrer Amtszeit. Das Ergebnis ist eine Serie von 199 Bildern, die eine irritierende und zugleich irisierende Wirkung entfalten und den Bildtypus des Herrscherporträts neu interpretieren. Die Werke erzählen von einer Vielzahl globalpolitischer Ereignisse und Fragestellungen. Gerade das 20. Jahrhundert war geprägt von Kriegen und Grenzverschiebungen, von Systemumbrüchen und Machtwechseln, von Annexionen und Staatsneugründungen. So ist eine Art Herrschergalerie dieser Welt entstanden, an der sich globale Machtstrukturen ablesen lassen.
Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos.
Die Ausstellung wird am 27. Mai in der Heinrich-Böll-Stiftung im Zuge der Veranstaltung „Starke Männer, Starke Staaten? Männlichkeitsideale in Zeiten geopolitischer Krisen in Asien und Deutschland“ eröffnet. Hier wird es die Möglichkeit geben nach einer Einführung die Künstler*innen Birte Zellentin und Patrik Budenz persönlich zu treffen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos.