Wie ist die aktuelle politische Situation im Iran einzuschätzen? Welche Entwicklungen prägen derzeit Rojhelat (Ost-Kurdistan)? Welche Perspektiven gibt es für oppositionelle Bewegungen – im Iran selbst und im Exil?
Diesen Fragen wollen wir in einer moderierten Gesprächsveranstaltung gemeinsam mit Gordyaen Benyamin Jermayi nachgehen. Der freie Journalist wurde in Urmia in Rojhelat geboren und ist dort aufgewachsen. Heute lebt er im Exil in Deutschland, in Jena, und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Repression und Gewalt gegen Kurd*innen im Iran. Er arbeitet unter anderem für Hengaw, eine in Norwegen ansässige kurdische Menschenrechtsorganisation, die regelmäßig über Menschenrechtsverletzungen und politische Repression im Iran berichtet.
Im Zentrum der Veranstaltung stehen drei Themenkomplexe:
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Die aktuelle Situation im Iran
Wie ist die politische Lage im Iran derzeit? Welche Kräfteverhältnisse prägen das Regime? Welche historischen Entwicklungen sind für das Verständnis der aktuellen Situation zentral – und wie realistisch erscheint ein politischer Umsturz? -
Die Situation in Rojhelat (Ost-Kurdistan)
Welche Formen von Repression und Gewalt erleben Kurd*innen in Rojhelat seit Jahren und Jahrzehnten? Wie haben sich diese Entwicklungen zuletzt verändert oder verschärft? Und welche Perspektiven ergeben sich daraus für die Bevölkerung vor Ort? -
Die iranische Oppositionsbewegung
Welche oppositionellen Bewegungen existieren aktuell – und welche fehlen? Welche Dynamiken prägen die Exil-Opposition? Warum gruppiert sich ein Teil der öffentlichen Wahrnehmung um die Schah-Anhänger*innen, und wie lässt sich diese Entwicklung kritisch einordnen?
Die Veranstaltung findet als moderiertes Gespräch bzw. Interview statt. Die interviewende Person Laura Zahn wird dabei eine kurze historische und politische Einordnung geben sowie entlang der genannten Themen Fragen formulieren. Ergänzend werden im Verlauf Videos sowie Ausschnitte aus Interviews und Podcasts eingebunden.
Die Veranstaltung wird auf Kurdisch geführt und ins Deutsche übersetzt, sodass sowohl kurdischsprachige Menschen als auch andere Interessierte teilnehmen können.
Gemeinsam mit dem Bildungskollektiv Erfurt e.V.
Für jeden Themenkomplex sind etwa 30 Minuten inklusive Übersetzung eingeplant. Im Anschluss bleibt Zeit für Fragen, Diskussion und gemeinsamen Austausch.