«Jokinen» (2016, 45 min, englisch)

Im Rahmen von „Archeologies of the Communist Avantgarde“

Mit Laura Horelli (Filmmacherin)

1931 brachte der sogenannte Yokinen-Prozess, organisiert von der Kommunistischen Partei der USA in Harlem, New York, den finnischen Einwanderer August Jokinen in die öffentliche Aufmerksamkeit. Jokinen, ein Hausmeister im finnischen Arbeiterclub, wurde beschuldigt, drei afroamerikanische Kommunist*innen, die bei einer der Tanzveranstaltungen des Clubs schlecht behandelt worden waren, nicht verteidigt zu haben. Nach seinem Geständnis wurde Jokinen zu einem lautstarken Verfechter der Bürgerrechte, bis er wegen Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei verhaftet und anschließend nach Finnland abgeschoben wurde.

Laura Horelli erzählt Jokinens Migrationsgeschichte als Mischung aus historischer Forschung und Detektivgeschichte. Indem sie ihre Archivfunde – von Zeitungsartikeln über Bücher bis hin zu historischen Fotografien – auf einem Schreibtisch anordnet, konstruiert sie eine Erzählung, in der sie positioniert, hervorhebt, ausschneidet, maskiert und färbt. Ihre ‚analoge Desktop-Dokumentation‘ folgt August Jokinens öffentlicher Geschichte bis in die Gegenwart, zu einer Mailbox-Nachricht auf einem russischen Mobiltelefon.

Gemeinsam mit der Bauhaus-Universität Weimar

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Event Detail

25. Juni 2026 18:30
25. Juni 2026 20:30
Steubenstraße 6, 99423 Weimar

Organizers

Rosa-Luxemburg-Stiftung
info@rosalux.org
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung gehört zu den großen Trägern politischer Bildungsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Sie versteht sich als ein Teil der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus.