Verschwundene Verlage

Zum Auftakt unserer antiquarischen Buchwoche möchten wir mit dem langjährigen Verleger und Publizisten Christoph Links ein Gespräch über die Verlagslandschaft der DDR führen. Zum Ende der DDR gab es nur noch 78 zentral zugelassene Verlage, obwohl von der Sowjetischen Militäradministration nach 1945 mehr als 200 eine Genehmigung erhalten hatten.

Der Verlagshistoriker Christoph Links hat die Geschichte von 150 verschwundenen Verlagen recherchiert und geht in seinem Buch der Frage nach, warum und wie sie verschwanden. Wurden sie vom Staat aus politischen Gründen enteignet, steuerrechtlich zum Aufgeben gezwungen, sind sie in den Westen abgewandert, haben sie aus eigenem Antrieb aufgegeben oder wurden sie gegen ihren Willen fusioniert? Dahinter steht die grundsätzliche Frage, mit welchen Mitteln und Methoden die SED-Führung im Bereich der Kulturwirtschaft agierte, wie sie geistige und wirtschaftliche Konkurrenz aus dem Wege räumte, um für die bevorzugten Firmen finanziell ertragreiche Monopolstellungen zu schaffen.

Wir freuen uns, wenn Sie uns besuchen: Wir werden jeden Tag in der Woche das Antiquariat öffnen und müssen Platz schaffen. Viele Bücher sind uns im Laufe der letzten Jahre als Spende oder als Erbschaft zugegangen und es sind zuviele geworden. Wir wollen sie gegen kleine Spenden weitergeben und hoffen, dass Sie viele neue und wissbegierige neugierige Leser*innen finden.

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29. Juni 2026 19:00
29. Juni 2026 21:00
Kopenhagener Straße 9, 10437 Berlin

Organizers

Rosa-Luxemburg-Stiftung
info@rosalux.org
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung gehört zu den großen Trägern politischer Bildungsarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Sie versteht sich als ein Teil der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus.