Mit Joachim Fischer und Andreas Wassermann
Eine Veranstaltung der Volkshochschule Chemnitz und der RLS Sachsen
Während der deutschen Besatzung Italiens im 2. Weltkrieg desertierten 3000 Wehrmachtssoldaten. Nahezu jeder Dritte schloss sich dem antifaschistischen Widerstand an und kämpfte auf Seiten der italienischen Partisanen. Einer von ihnen war Walter Fischer (1911-1982), ein Lithograph aus Chemnitz.
Mit Beginn des 2. Weltkrieges wurde er zur Wehrmacht eingezogen, war erst in Frankreich, dann in der Sowjetunion und schließlich in Italien. Hier desertierte er im Mai 1944 und schloss sich den kommunistischen Garibaldi-Partisanen an. Bis zur Befreiung Italiens vom Nazifascismo kämpfte er in den Reihen der 77 Brigade in der Emilia Romagna in Mittelitalien und zeichnete – Partisanenalltag. Nach dem Krieg studierte er ein paar Semester an der Kunsthochschule in Modena – mit einem Stipendium der Partisanenorganisation Anpi. Heute, 44 Jahre nach Fischers Tod, ist die Erinnerung an den Partisanen aus Chemnitz in der Stadt verblasst.
An diesem Abend begeben sich sein Sohn Joachim Fischer und der Journalist Andreas Wassermann auf die Spuren von Walter Fischer in Deutschland und Italien. Das Gespräch wird untermalt von Bildern, die er während seiner Zeit als Partisan gefertigt hat, sowie von Texten aus Andreas Wassermanns Buch „Der Partisan und der SS-Mann“. Gemeinsam wollen sie die Erinnerung an Walter Fischer aufrechterhalten und mit dem Publikum über Erinnerungskultur in Deutschland ins Gespräch kommen.
Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Sie findet in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Gesellschaftsanalyse und politische Bildung e.V. statt.