Daniela Dröscher: Sprechen – Eine Geschichte der Selbstermächtigung

Das Buch von Daniela Dröscher erzählt eine sehr persönliche Geschichte der Selbstermächtigung – von einer schweigenden zur öffentlich sprechenden Frau. Und die Frage, wie wir sprechen sollten, um einander wirklich zu verstehen.

Ein harmloses Mittel der Verständigung war Sprechen für die Schriftstellerin Daniela Dröscher nie. Als Kind einer Zugezogenen im Hunsrück zwischen Hochdeutsch und breitem Pfälzer Dialekt erwies sich Sprechen als ein so zweischneidiger Akt der Anpassung, dass sie lieber verstummte. Außerhalb des Privaten fehlte ihr auch später lange der Mut zum Einstehen für das eigene Wort, zu groß war die Angst davor, als Aufsteigerin erkannt oder missverstanden zu werden. Mit radikaler Offenheit erzählt sie von ihrer Emanzipation von einer schamhaft schweigenden zur öffentlich sprechenden Frau. Dabei denkt sie darüber nach, ob nicht gerade die Bereitschaft zum Missverstehen die eigentliche Voraussetzung für wahres Verständnis und einen produktiven Gesellschaftsdialog sein könnte.

Mit:

  • Daniela Dröscher, Schriftstellerin und Essayistin
  • Dr. Ole Meinefeld, Referent Zeitdiagnose und Diskursanalyse, Heinrich-Böll-Stiftung

Reihe Zeitdiagnostische Interventionen
Diese neue Reihe von Veranstaltungen und Beiträgen widmet sich wichtigen politischen Büchern unserer Zeit. Im Blickpunkt stehen aktuelle Diagnosen zu Politik, Gesellschaft und Kultur, vom Bestseller bis zur Neuentdeckung. In Vorträgen, Bühnengesprächen, Rezensionen und Essays eröffnen wir einen Raum zur Diskussion.

Fachkontakt
Ole Meinefeld
E meinefeld@boell.de

Information
Katrin Zehetmaier
E zehetmaier@boell.de

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Event Detail

7. Juli 2026 18:00
7. Juli 2026 19:30
Digitalevent

Organizers

Heinrich-Böll-Stiftung
info@boell.de
Die Heinrich-Böll-Stiftung organisiert Veranstaltungen zu Politik, Demokratie, Umwelt, Europa und internationaler Zusammenarbeit.