Digitale Technologien prägen unseren Alltag wie nie zuvor. Ob soziale Netzwerke, Suchmaschinen, Cloud-Dienste oder Anwendungen Künstlicher Intelligenz, ein großer Teil unseres digitalen Lebens wird von wenigen globalen Technologiekonzernen bestimmt. Dabei geht es längst nicht nur um Innovation und Komfort, sondern auch um Macht, Ressourcen und Kontrolle.
Zu diesem Thema haben wir den Journalisten und Autor Ingo Dachwitz eingeladen. In seinem aktuellen Buch „Digitaler Kolonialismus“ beschreibt er, wie große Technologieunternehmen weltweit neue Abhängigkeiten schaffen und dabei Strukturen entstehen, die historische Formen kolonialer Ausbeutung fortsetzen. Statt physisches Land einzunehmen, erobern die heutigen Kolonialherren den digitalen Raum. Statt nach Gold und Diamanten lassen sie unter menschenunwürdigen Bedingungen nach Rohstoffen graben, die wir für unsere Smartphones benötigen. Statt Sklaven beschäftigen sie Heere von Klickarbeiter*innen, die zu Niedriglöhnen in digitalen Sweatshops arbeiten, um soziale Netzwerke zu säubern oder vermeintlich Künstliche Intelligenz am Laufen zu halten.
Das Buch zeigt die weltweiten Folgen des digitalen Kolonialismus aber auch bestehende Ansätze für eine gerechtere Digitalisierung auf. Es wurde 2025 als Wissensbuch des Jahres ausgezeichnet.
Ingo Dachwitz ist Journalist, Autor, arbeitet für Netzpolitik.org und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den gesellschaftlichen Folgen der Digitalisierung, der Plattformökonomie und dem Umgang mit Daten.
Moderation: ?
Um Anmeldung wird gebeten
Zielgruppe: Die Veranstaltung richtet sich an politisch Interessierte, die die globalen Machtverhältnisse der Digitalisierung besser verstehen und sich eine fundierte und kritische Perspektive auf die digitale Transformation erarbeiten möchten.
Eine Kooperation mit der AKTIVOLI-FreiwilligenAkademie.
Die FreiwilligenAkademie ist ein Projekt des AKTIVOLI-Landesnetzwerks Hamburg e.V.. Sie hat das Ziel Freiwilligen in und um Hamburg einen guten Überblick über Fortbildungsangebote zu bieten und freiwilliges Engagement zu fördern.
Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg