Mit: Roland Hefendehl ist Lehrstuhlinhaber an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Uni Freiburg und leitet das Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht. Er hat unter anderem im Zuge der Razzien gegen Aktivist*innen der Letzten Generation neun Thesen als juristische Gegenargumente gegen deren Verfolgung wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung aufgestellt und wird seinen juristischen und kriminologischen Blick auf das Konzept „Ziviler Ungehorsam“ einbringe. Vinzenz Glaser hat gemeinsam mit weiteren Abgeordneten der Fraktion Die Linke die Proteste in Gießen als Parlamentarischer Beobachter begleitet. Aktivist*innen von widersetzen Freiburg mobilisieren für die Anreise von 20 Bussen und über 1000 Freiburger*innen nach Erfurt.
Am 4. und 5. Juli will die AfD in Erfurt ihren Bundesparteitag abhalten – genau 100 Jahre nachdem in Weimar, keine 30 km entfernt, der 2. Reichparteitag der NSDAP stattfand, auf dem die Hitlerjugend gegründet wurde. Die Parallelität zum NS ist kein Zufall und zeigt, wofür diese Partei steht: Diktatur und Faschismus. Darum werden sich wie bereits im vergangenen Jahr in Gießen tausende Menschen der AfD und ihrem Parteitag widersetzen – mit friedlichem Protest und zivilem Ungehorsam. Auch aus Freiburg werden über 1000 Menschen nach Erfurt reisen.
Am 15. Juni zeigen wir deshalb den Film „Generation Antifa“, der die Proteste in Gießen, die Planung und Mobilisierung im Vorfeld begleitet. Im Anschluss werden wir die Eindrücke des Films mit Prof. Dr. Roland Hefendehl, Vinzenz Glaser, Bundestagsabgeordneter aus Freiburg, und Aktivist*innen der widersetzen Ortsgruppe Freiburg diskutieren und verschiedene Perspektiven auf die vergangenen und anstehenden Proteste gegen die AfD hören.
Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg verwirklicht.