Die Frage, wie „offline“ man heute sein kann, hat sich aus Sicht junger Menschen zugespitzt. Denn seit geraumer Zeit bestimmt das „Social Media Verbot“ die öffentliche Debatte über die Regulierung des Digitalen. Die Bundesregierung hat eine Expertenkommission zur Jugend in der digitalen Welt eingesetzt, die demnächst auch Vorschläge zum Thema „Schutz“ vorstellen wird. Parallel wird die Politik Maßnahmen vorschlagen. Kritiker:innen der aktuellen Plattformpraktiken weisen darauf hin, dass Zugangsverbote eher die Symptomseite und nicht die Ursachen adressieren, und auch nicht zur Befähigung beitragen.
Hier kommt eine politische Bildung zur Digitalisierung ins Spiel. In unserem Austausch überlegen wir:
- Was jungen Menschen gegenüber „fair“ ist und was zum kompetenten Umgang mit der Digitalisierung heute dazugehört.
- Welche Ansätze einer politischen Bildung des Digitalen uns helfen, die hinter der Verbotsdebatte stehenden Probleme zu adressieren: Plattformmacht, Information Disorder, Polarisierung, sowie der Einstieg in ein faireres, freieres, offenes und rechtebewussteres Internet…
Mit: Katrin Hünemörder (Geschäftsführung mediale pfade),
Nils-Eyk Zimmermann (Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten AdB e. V.),
Irene Poczka (Referentin für internationale Kinder- und Jugendhilfepolitik der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ)
Georg Pirker (Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten AdB e. V., Moderation).
Wir freuen uns über den Austausch mit Ihnen/Euch!
Im Anschluss wird der AdB e. V. sein neuestes Handbuch zur digitalen politischen Bildung vorstellen: »Mehr als mit dem Strom schwimmen. Impulse für eine politische(re) digitale Bildung.« Das Handbuch ist im Rahmen des Projekts Digital Youth Work. Rights-sensitive, open, accessible, democratic (DIYW-ROAD) erschienen, kofinanziert von der Europäischen Union.
Ablauf
16.00 Begrüßung
16.15 Moderiertes Gespräch und Austausch
17.15 Vernetzung und Vertiefung zu den Themen:
1) Jugend in der digitalen Welt/Advocacy mit der AGJ
2) Das Handbuch »More than go with the flow« und das Projekt Digital Youth Work – rights-sensitive, open, accessible and democratic (DIYW-ROAD) mit dem AdB e. V.
3) Methoden der politischen Bildung zur Digitalisierung mit mediale pfade
Anschließend informeller Austausch