Diskussion und Filmabend mit zwei georgischen Kurzfilmen
Die Regisseurin Lia Jaqeli, geboren 1951, studierte Philologie und war in verschiedenen Berufen tätig, unter anderem von 1986 bis 2002 als leitende Wissenschaftlerin im Kaukasus-Haus. Seit 1999 engagiert sich Lia Jaqeli für die Menschenrechte. Als versierte Dokumentarfilmerin beleuchtet sie das Leben und die Kämpfe von Frauen und anderen marginalisierten Gruppen; ihre Filme werden von verschiedenen internationalen und lokalen Organisationen umfassend und wirkungsvoll in Bildungsprogramme integriert.
Ihr Film „Mom, Dad, I’m Gay“ erzählt die persönlichen Geschichten junger schwuler und lesbischer Georgier, die trotz der scharfen Kritik der einflussreichen orthodoxen Kirche und von Nationalisten für ein Leben in Würde kämpfen. Der Dokumentarfilm wurde im Vorfeld des ersten IDAHO (Internationaler Tag gegen Homophobie, Biphobie und Transphobie) in Tiflis gedreht.
Der zweite Film des Abends, „2014“, konzentriert sich auf einen der bekanntesten Fälle von Femizid in Georgien. Über den Fokus auf das Verbrechen und die Trauer hinaus zeigt Lia auf, wie solche Verbrechen durch Gesetzeslücken, Inkompetenz der Strafverfolgungsbehörden und gesellschaftliche Gleichgültigkeit verschärft werden.
Vor den Filmvorführungen organisiert die Rosa-Luxemburg-Stiftung eine Podiumsdiskussion mit der Filmregisseurin Lia Jaqeli sowie mit Anna Dziapshipa, Gründungsvorstandsmitglied der Documentary Association Georgia. Die Podiumsdiskussion wird von Tamar Qeburia, Historikerin am Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS) in Regensburg, moderiert.
Um Anmeldung wird gebeten, Anmeldelink folgt.
- Beginn der Diskussion: 20:30 Uhr
- Beginn der Filmvorführung: 21:45 Uhr
Sprache der Diskussion: Englisch
Sprache der Filme: Georgisch mit englischen Untertiteln
Eintritt: Kostenfrei