Vortrag und Diskussion mit der US-amerikanischen Friedensaktivistin Susan Crane.
Die Gefahr eines Atomkrieges in der Welt steigt bedrohlich. Weltweit gibt es weiterhin mehr als 12 000 Sprengköpfe, etwa 3900 davon sind einsatzbereit. Atomwaffen sind auch in Deutschland stationiert: ca. 20 US-amerikanische Sprengköpfe befinden sich auf dem Bundeswehr-Stützpunkt Büchel in der Eifel. Trotz Atomwaffensperrvertrags. Und trotz des Atomwaffenverbotsvertrages, der am 22. Januar diesen Jahres seit fünf Jahren besteht und welchem Deutschland bislang nicht beigetreten ist.
Atomwaffen sind unmoralisch und unmenschlich. Was müssen und können wir zur Abschaffung der Atomwaffen beitragen?
„Wir müssen den Krieg verlernen und unsere Atomwaffen zu Pflugscharen schmieden, wenn wir als Schwestern und Brüder auf dieser Erde überleben wollen. Wir müssen den Krieg verlernen und die Wirtschaft des Krieges zu einer Friedenswirtschaft machen. Wir müssen den Krieg verlernen und in unseren Herzen verstehen, dass Gewalt weder Sicherheit noch Frieden bringt, sondern nur Leid, Unterdrückung und Tod.“ Susan Crane
Zur Person:
Susan Crane ist die erste Frau aus den USA, die in Deutschland aus Protest gegen Atomwaffen ins Gefängnis ging: 2024/25 verbrachte sie 229 Tage in deutschen Gefängnissen aufgrund von zivilem Ungehorsam gegen Atomwaffen auf dem Luftwaffenstützpunkt Büchel/Eifel. Sie ist Lehrerin, Mutter, Großmutter, Kriegsdienstverweigerin, gewaltlose Aktivistin gegen Atomwaffen und den Krieg. Sie lebt mit armen Menschen in einer Catholic-Worker-Gemeinschaft in Redwood City, Kalifornien. Seit fast 50 Jahren versucht Susan, dem Wirtschafts- und Politiksystem, das ein Todesurteil für das Überleben der Menschheit bedeutet, ihre Zustimmung zu entziehen. Dies tut sie durch Kriegsdienstverweigerung und gewaltlosen direkten Widerstand. Sie saß über sechs Jahre wegen Friedensaktionen im Gefängnis, darunter mehrere Pflugschar-Aktionen, die die Gefahren, die Illegalität und die Unmoral von Atomwaffen thematisierten.
Die Veranstaltung wird gemeinsam mit dem Rostocker Friedensbündnis organisiert.