Eine regionale Analyse unter Berücksichtigung der politischen Entwicklungen in Kolumbien und Ecuador.
Der 3. Januar 2026 markiert einen Einschnitt in der politischen Geschichte Lateinamerikas. An diesem Tag nahm das US-Militär den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro fest und entführte ihn und seine Ehefrau Cilia Flores in die USA, eine beispiellose Machtdemonstration unter Missachtung des Völkerrechts, die Lateinamerika und die Welt in Alarmbereitschaft versetzt hat – und genau dies auch beabsichtigte. Für die USA stellt sich die Intervention als Erfolgsgeschichte dar: Es gab einen Regimechange, ohne die Regierung auszutauschen. Das US-Militär kontrolliert Venezuela, ohne Truppen zu stationieren, und Erträge aus dem Verkauf von venezolanischem Erdöl fließen von nun an direkt in die USA.
Die Militärschläge der USA in Venezuela waren und sind eingebettet in beispiellose Gewaltandrohungen seitens der USA gegen weitere Staaten in der Region, die den Frieden und die Souveränität vieler Länder bedrohen.
Im Rahmen der Veranstaltung werden die Panelistinnen eine politische Einordnung der Situation in Venezuela vornehmen. Es wird um jüngste Entwicklungen, aber auch um Erfolge und Fehler des Chavismus und der chavistischen Regierungen gehen. Wie verhält es sich mit einer sozialistischen Regierung, die sich den USA und Trump unterwirft? Wie kommt es, dass heute so viele Venezolaner*innen die US-Intervention begrüßen? Was ist noch übrig geblieben von den Errungenschaften der Regierung Hugo Chávez (1999-2013) hinsichtlich Umverteilung und Demokratisierung?
Neben Venezuela werden die Panelistinnen auch eine regionale Analyse vornehmen und dabei die politischen Entwicklungen in Kolumbien und Ecuador in den Blick nehmen.
Mit Alexandra Martínez, Projektkoordinatorin für Venezuela, und Maria Emilia Durán, Projektkoordinatorin aus Venezuela, beide aus dem Andenbüro der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Quito. Moderation: Karin Gabbert, Büroleiterin des Andenbüros der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Es findet eine Simultanverdolmetschung (Spanisch – Deutsch) statt.
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