Trumps Außenpolitik verändert nicht nur das transatlantische Verhältnis. Sie zwingt Europa auch dazu, den Schulterschluss mit anderen Mittelmächten zu suchen. Viele dieser Mittelmächte befinden sich in Lateinamerika. Doch wie blickt man von dort aus eigentlich derzeit auf Europa, China und die USA? Dieser Frage geht der AMLAT-Radar 2026 nach, eine von der FES in zehn lateinamerikanischen Ländern durchgeführte Umfrage. Sie zeigt, dass der Westen in den letzten Jahren dramatisch an Ansehen verloren hat. Nicht nur die USA werden sehr viel kritischer gesehen, auch Europas und Deutschlands grundsätzlich positives Image verblasst zusehends.
Was denkt Lateinamerika konkret über uns? Und warum ist es höchste Zeit neue Allianzen zwischen Europa und dem Kontinent der Mittelmächte (Brasilien, Mexiko, Argentinien, Chile, Kolumbien) zu schmieden?
Über diese uns weitere Fragen sprechen wir mit:
Sebastian Sperling, Leiter des FES-Büros in Argentinien und Direktor der lateinamerikanischen Zeitschrift Nueva Sociedad.
Moderation: Sina Musfeldt, Referentin, Referat Lateinamerika und Karibik, FES Berlin
In der Online-Reihe „FES Weltweit“ beleuchten wir regelmäßig ein aktuelles internationales Thema, das relevant für die gesellschaftspolitische Debatte in Deutschland ist. Gemeinsam mit FES-Kolleg:innen aus unseren rund 100 Auslandsbüros ordnen wir globale Trends aus Sicht der Sozialen Demokratie ein.