Mit Gamze Kubaşık, Semiya Şimşek und Christine Werner, Moderation: Ali Şirin.
Eine Veranstaltung des scheune e.V. Und der RLS Sachsen.
Beginn 18.30 Uhr, Einlass ab 18.00 Uhr
Semiya ist vierzehn Jahre alt, Gamze zwanzig, als ihre Väter von der rechtsextremen Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“, NSU, ermordet wurden. Die beiden in Deutschland aufgewachsenen Jugendlichen verbindet derselbe Schmerz. Die Vorverurteilung der deutschen Polizei und das Desinteresse der Öffentlichkeit trifft die beiden mit voller Wucht.
In dem Jugendsachbuch „Unser Schmerz ist unsere Kraft“ erzählen die durch ihr Schicksal verbundenen jungen Frauen in Gedächtnisberichten, Telefonaten und Chats unmittelbar, wie sie die erschütternden Geschehnisse damals erlebt und wie die Morde sie aus ihrem bisherigen Leben gerissen haben. Aber auch, wie sie miteinander eine ungeheure Kraft entwickeln konnten, die sie bis heute immer weiter kämpfen lässt: gegen das Vergessen und für eine Zukunft ohne Ausgrenzung.
- Nahbar und authentisch: mit vielen Fotos und Dokumenten
- Ein Plädoyer, wach zu bleiben – in diesem Land, in diesen Zeiten
- Geschrieben von zwei Töchtern, deren Väter vom rechtsterroristischen NSU ermordet wurden
Für die Teilnahme an der Veranstaltung orientieren wir uns an der Altersempfehlung zum Buch: ab 14 Jahre.
Thematisierung von Rassismus und Mord
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Wir bitten um eine verbindliche Anmeldung über
Gruppenanmeldungen (ab 6 Personen) gern per Mail über karten@scheune.org.
Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Sie findet in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Gesellschaftsanalyse und politische Bildung e.V. statt.