Landwirte im Grenzgebiet waren häufig von Enteignungen und Zwangskollektivierung betroffen, viele wurden zwangsumgesiedelt. Die Folgen für die stark heimatverbundenen Familien waren oft dramatisch. Es folgten Umbrüche nach der Wiedervereinigung und Ende der 2010er Jahren wurde das Gebiet im Kontext des Grüne-Band-Gesetzes erneut zu einem Feld der Auseinandersetzungen. Im Gespräch soll die Frage gestellt werden, wie die historischen Enteignungserfahrungen und Zwangsmaßnahmen bis heute nachwirken.
Was waren und sind die Besonderheiten für die Landwirtschaft entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze? Wie stehen die Chancen für ein gutes Zusammenspiel von Landwirtschaft, Naturschutz und Erinnerungskultur am Grünen Band?
Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe Land.Wirtschaft.Leben (Landwirtschaftliches Leben in Sachsen Anhalt von 1945 bis heute), wird maßgeblich gefördert von der Bundesstiftung Aufarbeitung und umgesetzt in Kooperation mit dem Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt für Aufarbeitung und dem Landesheimatbund Sachsen-Anhalt.