Besonders Kinder und Jugendliche sind leicht zu indoktrinieren und dann willige Kämpfer*innen für eine Sache. Bereits die Nationalsozialisten waren sich dessen bewusst und organisierten mit der Hitlerjugend den ideologisch gefestigten Nachwuchs. Als erste Schritte nach dem 2. Weltkrieg versammelten Altnazis deswegen auch wieder Kinder und Jugendliche in Gruppen, um sie politisch zu indoktrinieren und für den militärischen Kampf zu trainieren. Einige neonazistische Jugendorganisationen wurden in der Vergangenheit verboten, wie beispielsweise die „Wikingjugend“ (1994) und die „Heimattreue Deutsche Jugend“ (2009). Trotzdem gibt es heute noch zahlreiche völkische und militante Jugendorganisationen, in denen Kinder im Verborgenen auf den neonazistischen Umsturz dieser Demokratie vorbereitet werden. Auch im Heidekreis und seiner Umgebung sind solche aktiv.
Im Moment profitiert vor allem die „Alternative für Deutschland“ (AfD) von diesen Organisationen. Bundesweit kommen Abgeordnete, Kandidat*innen und Mitarbeiter*innen der AfD aus diesem Milieu.
Andrea Röpke ist Politikwissenschaftlerin, Journalistin und Autorin zu den Themen Rechtsextremismus und Neue Rechte. Sie war mehrmals Sachverständige in Parlamentarischen Untersuchungsausschüssen.
Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen in Kooperation mit dem Bündnis gegen Rechts Walsrode/Fallingbostel.
Eintritt frei. Der Veranstaltungsort ist stufenlos erreichbar.