Mit Dr. Heide Wildauer und Prof. Dr. Mario Keßler
Die Pädagogin Käte Duncker (1871-1953) und ihr Mann, der Historiker, Volksbildner und Universitätsprofessor Hermann Duncker (1874-1960), gehören zu den prägenden Gestalten der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Als Mitbegründer des Spartakusbundes und der KPD waren sie politisch und publizistisch aktiv in der Weimarer Republik und erlitten ab 1933 Verfolgung und Exil. Die erschütternde Familiengeschichte ihrer Kinder, von denen der Psychologe Karl (1903-1940) in den USA Selbstmord beging und der Filmkritiker Wolfgang (1909-1942) im Arbeitslager Workuta (Gulag) zugrunde ging, ist ebenso Gegenstand des Vortrages wie das Leben der Dunckers in der DDR zwischen Sprechen und Schweigen.
Heide Wildauer war für die PDS von 1994 – 2004 Mitglied des Thüringer Landtages. Mario Keßler ist Senior Fellow am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam.
Gemeinsam mit Bildung vereint e.V., gefördert durch die Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte