Die tiefen Krisen der gegenwärtigen Welt im Umbruch verschärfen den Streit um die gesellschaftlichen Deutungen. Trumps „Make America Great Again“ und die Vision einer KI-gestützten militärischen Supermacht stehen für die Antwort westlicher Machteliten auf diese Auseinandersetzung.
Dieter Klein sieht die Linke aufs Äußerste herausgefordert, ihren eigenen Beitrag zu einer emanzipatorischen „Großen Erzählung“ zu leisten. Ausgangspunkt ist für ihn die doppelte Bedrohung der Menschheit durch ökologische Zerstörung und Krieg – bis hin zur Möglichkeit ihres eigenen Untergangs.
Klein setzt sich mit unterschiedlichen Zeitdiagnosen auseinander: von der Hoffnung auf eine bereits eingeleitete ökologische Transformation über die Vorstellung eines langen Interregnums und einer „Welt aus den Fugen“ bis zur Forderung nach Anpassung an das Unvermeidliche. Demgegenüber setzen erstarkende Teile der Machteliten auf Wachstum durch Aufrüstung, Autoritarismus und zunehmende Faschisierung.
Der Autor entwickelt Konturen einer emanzipatorischen Erzählung, in deren Zentrum „Menschlichkeit“ steht. Zur Erzählung über eine mögliche künftige solidarische Gesellschaft gehören die Zusammenhänge zwischen Alltagssorgen und den großen globalen Problemen, Aussagen zu innersystemischen Reformen und Einstiegsprojekten in eine systemüberschreitende Große Transformation, zum Wandel der Eigentumsverhältnisse, zu einer alternativen Regulationsweise. Wer könnten die Akteure auf dem Weg ins Morgen sein? Und wie könnten sie aus der gegenwärtigen Defensive in die Offensive kommen?
Eine Kooperationsveranstaltung mit dem VSA Verlag.
Die Veranstaltung wird auch per Livestream übertragen.