Was würdest du tun? Ein Dokumentarfilm über die Verweigerung von Befehlsgehorsam und Zivilcourage in Extremsituationen.
Vietnamkrieg 1968, My Lai: US-Soldaten ermorden über 500 unbewaffnete Zivilisten. Frauen, Kinder, Alte. Mitten im Massaker landet ein Hubschrauber. Der 18-jährige Bordschütze Larry Colburn sieht, was passiert. Er trifft eine Entscheidung: Er stellt sich zwischen die Täter und ihre Opfer. Mit geladener Waffe. Bereit, auf die eigenen Leute zu schießen.
Kriegsverbrechen passieren nicht einfach. My Lai wurde 18 Monate lang geheim gehalten. Nur EIN Offizier wurde verurteilt – zu 3,5 Jahren Hausarrest. Die Soldaten, die retteten? Wurden 30 Jahre lang mehr oder weniger verachtet.
„A Single Day“ (zum Filmtrailer auf Youtube) zeigt Larry Colburns einziges ausführliches Interview über jenen Tag – gedreht kurz vor seinem Tod. Die Fragen von 1968 sind die Fragen von 2026: Wie weit geht Befehlsgehorsam? Wann wird aus Mittäterschaft Mitschuld? Was kostet es, aufzustehen?
Ein aktueller Beitrag zur Diskussion, wie wir zum Wehrdienst stehen.
Christoph Felder ist Dokumentarfilmer, Filmproduzent und Künstler. Er steht nach der Vorführung des Films den Fragen und Anmerkungen des Publikums zur Verfügung.
- Eintritt frei
Eine Veranstaltung vom Linken Forum Paderborn in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW