Die Privatbibliothek des NS-verfolgten Völkerrechtlers Max Fleischmann und die Erinnerungskultur der Universität Tübingen

Seit 1943 stehen in den Regalen der Tübinger Juristenfakultät etwa tausend Bücher aus der Privatbibliothek des NS-verfolgten Völkerrechtlers Max Fleischmann. Hunderte weitere wurden seither von Tübinger Juristen als entbehrlich aussortiert, teils an die Universitätsbibliothek abgegeben, teils verramscht. Fast vollständig verschwunden ist die Erinnerung daran, wie diese Bibliothek nach Tübingen kam, wem sie gehörte und wie verzweifelt ihr Eigentümer vergeblich versuchte, sich durch Emigration zu retten.

Anhand bislang wenig bekannter Quellen rekonstruierte der Empirische Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Hans-Joachim Lang diese Geschichte. Dabei geht es um weit mehr als Bücher. Es geht um den Umgang der Universität Tübingen mit einem Erbe, das aus nationalsozialistischem Unrecht hervorgegangen ist.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus statt.

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Event Detail

20. Oktober 2026 18:15
20. Oktober 2026 19:45
Hölderlinstr. 5, 72074 Tübingen

Organizers

Amadeu Antonio Stiftung
info@amadeu-antonio-stiftung.de
Die Amadeu Antonio Stiftung setzt sich bundesweit für eine demokratische Zivilgesellschaft ein, die sich aktiv gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wendet. Sie fördert Initiativen, die sich für eine vielfältige und solidarische Gesellschaft engagieren.