Radrennen, Leichtathletik, Schwimmen. In nahezu allen Sportarten sind Doping-Fälle bekannt geworden. Doping ist mehr als nur ein Regelverstoß. Es ist Ausdruck eines veränderten Leistungsverständnisses. Wenn der Weg zum Ziel zweitrangig wird und nur noch das Ergebnis zählt, geraten Werte wie Fairness, Gesundheit und Selbstverantwortung in den Hintergrund.
Schon immer wetteifern Menschen und messen sich in ihrer Leistung. Fairness und Chancengerechtigkeit haben sich als universelle Regeln im Sport herausgebildet und nicht nur dort, auch in der Gesellschaft legen diese den Grundstein für das Zusammenleben. Bei absoluter Leidenschaft und Hingabe nehmen Sportler Leistungsdruck und andere Herausforderungen in Kauf. Im Leistungssport kann das letzte Quäntchen über Sieg und Niederlage entscheiden. Die Leistung, die aus eigener Kraft nicht erreichbar scheint, bringt Akteure dazu, über die naturgegebene Grenze mit illegalen Mitteln hinausgehen. Von einzelnen Dopingfällen bis hin zu systematischem Doping im großen Stil wurden in den letzten Jahren zahlreiche Skandale aufgedeckt, Athleten gesperrt und Strafen verhängt. Den Missbrauch nachzuweisen, ist nicht einfach, denn nicht nur Athleten hatten ein Interesse daran, den Griff zu illegalen Mitteln zu verschleiern. Lange Recherchen liegen oft vor der Veröffentlichung, neben Dopingtests ist es auch die journalistische Arbeit von Hajo Seppelt, der viele dieser Fälle aufgedeckt hat.
Wie steht es aktuell um Doping im Spitzensport und welche Lehren können wir aus den vergangenen Jahren ziehen?