Filmabend mit letztem Abendmahl
Wir sind am 23. September mit einem Filmabend Teil der Interkulturellen Woche 2026 in Wismar und freuen uns darauf, mit euch gemeinsam „Das neue Evangelium“ des Schweizer Theaterautors und Regisseurs Milo Rau anzuschauen – ein Filmprojekt zwischen Dokumentarfilm, Spielfilm und politischer Aktionskunst.
Milo Rau kehrt in der süditalienischen Stadt Matera zu den Ursprüngen des Evangeliums zurück und inszeniert es als Passionsspiel einer Gesellschaft, die geprägt ist von Unrecht und Ungleichheit. Was würde Jesus heute predigen? Wer wären seine Apostel?
„Das neue Evangelium“ ist ein provokanter Film, ein Manifest der Solidarität der Ärmsten, ein filmischer Aufstand für eine gerechtere, menschlichere Welt. Die Geschichte Jesu Christi wird in die Gegenwart übertragen. Im Zentrum steht Yvan Sagnet, ein kamerunischer Aktivist, der die Rolle Jesu übernimmt. Sagnet wird Zeuge der erschütternden, oft menschunwürdigen Arbeitsbedingungen von Migranten in Süditalien. Als moderner Jesus rekrutiert er seine „Jünger“ unter den Arbeitern und initiiert eine Bewegung namens „Revolte der Würde“, die für die Rechte und die Würde der Migranten kämpft.
Regisseur Milo Rau ist bekannt für politisches Theater und Kino. Er bezeichnet seine Arbeitsweise als „utopische Dokumentation“, bei der reale Situationen geschaffen werden, deren Fortgang ungewiss ist, und auf die fiktional reagiert wird.
… mit einem Snack, der hoffentlich nicht euer letztes Abendmahl sein wird.
Eine gemeinsame Veranstaltung mit der Bewegtbildbande Wismar. Der Eintritt ist frei.